Nachhaltigkeit auf dem Traunsteiner Rathausdach?

Stadtrat informiert sich über den Sachstand der Umsetzung einer Fotovoltaikanlage

Traunstein – Über den Sachstand zu einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses informierte sich der Traunsteiner Stadtrat in seiner Sitzung. Der Ausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung hatte die Verwaltung im Juli beauftragt, einen Umsetzungsvorschlag zur Errichtung einer Solarstromanlage auf der südlichen Dachfläche des Rathauses unter Berücksichtigung eines Stromspeichers zu erarbeiten.

Inzwischen wurde nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer bereits beim Ingenieurbüro Silberbauer ein Angebot für eine Machbarkeitsbetrachtung und Rentabilitätsberechnung eingeholt und Kontakt zu einer leistungsfähigen Solarfirma aufgenommen.

Simon Steiner (Traunsteiner Liste) fragte nach, warum die Stadt ein Ingenieurbüro zwischenschalte. Eine Solaranlage sei in drei bis vier Monaten montiert und in Betrieb. Er befürchtete Mehrkosten und eine zeitliche Verzögerung, bis die Stadt richtig in die Gänge komme. Mit den Fachleuten in der Verwaltung müsse die Planung auch möglich sein. Brauche man also immer ein Ingenieurbüro?

Von Seiten der Verwaltung wurde angemerkt, als öffentlicher Auftraggeber müsse die Stadt Traunstein öffentlich ausschreiben. Dazu brauche es ein Leistungsverzeichnis. Das Rathaus sei sehr hoch, sodass man ein Gerüst und eine Absturzsicherung benötige. Im Machbarkeitsauftrag werde festgestellt, wie viel Fläche man installieren könne und was dies koste. Wenn man diese Informationen im November zusammen habe, könne man die Weichen für den zeitlichen Ablauf stellen.

Nach ersten Einschätzungen können rund 300 Quadrat Solarmodule auf einer dazu geeigneten Dachfläche installiert werden. Dadurch können rund 30.000 Kilowattstunden von den etwa 200.000 Kilowattstunden, die im Jahr verbraucht werden, erzeugt werden.

Wilfried Schott (Bündnis 90/Die Grünen) mahnte an, das Projekt müsse umweltgerecht und wirtschaftlich zugleich sein. Rolf Wassermann (CSU) wollte wissen, wie es ausschaue, wenn Privatpersonen am Stadtplatz eine Fotovoltaikanlage bauen wollen. Der Oberbürgermeister sagte, was im Rahmen der Gesetze (Baurecht, Denkmalschutz usw.) möglich sei, werde die Stadt auch genehmigen.

Bjr

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