Pressemitteilung NUTS-Die Kulturfabrik

Das "Sterndeandl": Hochmut kommt vor dem Fall

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Von 9. bis 13 April gibt es das "Sterndeandl" online zu sehen.

Traunstein - Am Wochenende veröffentlicht NUTS-Die Kulturfabrik wieder ein Theaterstück auf www.nuts-diekulturfabrik.de. Von 9. bis 13 April gibt es das "Sterndeandl" zu sehen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Noch sind der Chiemgau, noch ist Traunstein von den eigentlichen Kriegshandlungen verschont geblieben, sind die Schweden nicht in diese Region vorgedrungen. Man ist rechtschaffen katholisch, man steht selbstverständlich auf der Seite des Kurfürsten Maximilian. Aber der hat strenge Regelungen erlassen, denn ein anderes Unheil bedroht auch den Chiemgau und damit Traunstein: die Pest. Der Bürgermeister trägt die Verantwortung für das Wohl seiner Bürger, doch im Rat ist ihm eine starke Gegnerschaft herangewachsen, zu oft schon hat der Stadtherr gemauschelt und getrickst … und er deckt einen Pfarrer, der es mit dem sechsten Gebot nicht allzu genau nimmt.


Dessen liederlicher Lebenswandel soll schuld sein, als die Pest jetzt auch in Traunstein auftritt. Da ist aber genauso das "Sterndeandl", die kesse, hochnäsige Tochter des wohlhabenden Sternbräus.Sie verunreinigt den Stadtbrunnen und wird dabei erwischt, aber ihre Beziehungen reichen hinein bis in die Stadtstuben, die Anklageschrift ist plötzlich verschwunden. So wird aus einer Liebesgeschichte ein Kriminalfall, aus einem schnellen Techtelmechtel ein die Stadt erschütterndes Ereignis, das Unheil nimmt seinen Lauf.

Der Heimatforscher und Dramatiker Albert Rosenegger hat sich erneut -nach dem Barockbildhauer Balthasar Permoser und dem umtriebigen Rentamtmann und Volkskundler Hartwig Peetz- einen historischen Stoff aus der Heimat vorgenommen und ein Schauspiel geschrieben, das es in dieser Form im Chiemgau bislang nicht zu sehen gab. Als Grundlage diente ihm die Novelle "Sterndeandl" von Irene Peetz (der Tochter von Hartwig Peetz), in diese Geschichte hinein wob er originale, durch Protokolle belegte Stadtgeschichten und gibt damit diesem Stück eine höchst authentische Note. Vieles hat sich in der Chiemgaustadt vor gut 350 Jahren tatsächlich so zugetragen, fast alle Figuren auf der Bühne verkörpern historisch belegte Personen. Das an sich tragische Spiel lebt auch durch eine gewisse Situationskomik, erst recht durch seine einzigartige Sprache: Diesbezüglich hat sich Albert Rosenegger sehr stark an die damalige Ausdrucksweise angelehnt, die einer gewissen Deftigkeit keineswegs entbehrt.


Unter der Regie von Franz Josef Fuchs spielt das Traunsteiner Fabriktheater dieses sowohl anspruchsvolle als auch unterhaltsame Historienspiel um den Verfall einer angesehenen Bürgerstochter

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