Vertrag soll künftige Nutzung regeln

Konflikte zwischen Arts und Stadt wegen Klosterkirche beigelegt

+
  • schließen

Traunstein - Seit den 1990er-Jahren belebt der Kulturförderverein "Arts" die Klosterkirche - doch wie geht es nach der Sanierung weiter? Konflikte zwischen "Arts" und der Stadt wurden nun ausgeräumt.

Welche Rolle spielt Traunsteins alteingesessener Kulturförderverein Arts in der Klosterkirche, wenn sie saniert ist und unter ganz neuer Führung steht? Bei Arts gab es darüber in der vergangenen Zeit einige Unsicherheiten: Die Stadt forderte den Verein auf, den Mietvertrag ohne Nachfolgeregelung aufzulösen - das wollte Arts nicht, also kündigte die Stadt den Vertrag im Mai 2018, obwohl er noch bis 2023 Bestand gehabt hätte.

Konflikt nach Vertragskündigung beigelegt

Dem Verein sei zwar mündlich zugesagt worden, an zwölf Wochen jährlich Veranstaltungen in der Klosterkirche durchführen zu dürfen, doch einen Vertrag gab es nicht. "Ein entsprechender Vertragsentwurf wurde vorgelegt. Die Stadt hat darauf jegliche vertragliche Regelungen abgelehnt", hieß es im Vorfeld der Arts-Mitgliederversammlung am 20. März von der Vorsitzenden Sigrid Ackermann. 

"Die Stadt steht voll hinter Arts", bekräftigte Oberbürgermeister Christian Kegel bei jener Mitgliederversammlung. Nun scheinen die Konflikte zwischen Stadt und Kulturförderverein endgültig beigelegt: Am Dienstag sprach sich der Kulturausschuss einstimmig dafür aus, mit Arts einen Nutzungsvertrag für das neue "Kulturforum Klosterkirche" abzuschließen.

"Arts" bekommt jetzt mietfreie Nutzung, Zuschüsse und mehr

Der Entwurf sieht vor, dass Arts die Klosterkirche zwölf Wochen jährlich nutzen darf, ohne Miete zu zahlen und fünf Jahre lang mit automatischer Verlängerung. Weil dem Verein im Gegenzug Mieteinnahmen wegfallen, überweist die Stadt jährlich 4000 Euro an Zuschuss. Außerdem soll Arts jährlich Bauhofleistungen in Höhe von 3000 Euro in Anspruch nehmen dürfen. Der Arts-Vorstand muss dem Vertrag aber auch noch zustimmen.

"Durch die Bauhofleistungen und den Zuschuss wollen wir auch unsere Dankbarkeit gegenüber Arts zum Ausdruck bringen", so Christian Kegel. Schließlich sammelte der Verein auch 270.000 Euro und spendete sie der Stadt, um fürs Kulturforum Klosterkirche Akustik oder Beleuchtung anzuschaffen. Zwischen Arts und der neuen Betreiberin der Klosterkirche, Alexandra Birklein, wird es laut OB Kegel zu keinen Terminkollisionen kommen: "Alles ist aufeinander abgestimmt."

xe

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT