Tempolimit hielt keine fünf Monate

Schluss damit: Tempo 30 bei FOS/BOS wieder abgeschafft

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Weil die Schuleingänge nicht direkt an der Straße liegen und die Schulen nicht mehr von jungen Kindern besucht werden, hat sich die Stadt letztendlich gegen Tempo 30 an der Wasserburger Straße entschieden.
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Traunstein - So schnell wie die Tempo-30-Schilder an der Wasserburger Straße kamen sind sie auch schon wieder weg: Das umstrittene Tempolimit hielt damit nicht mal fünf Monate. *Mit Voting*

Ende Juni wurden die 30er-Schilder an der Wasserburger Straße montiert, zu Beginn der Woche wurden sie auch schon wieder abgenommen. Ob die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Maßnahme damit ein Ende haben ist offen, schließlich handelt es sich um eine der meistbefahrenen Straßen Traunsteins. Aber warum dieses Hin und Her?

Das kurze Leben von Tempo 30 an der Wasserburger Straße

14. März: Tempo 30 vor Schulen war eines der Hauptthemen der Traunsteiner auf der Bürgerversammlung. Schritt für Schritt wurden die Maßnahmen bereits umgesetzt, Ordnungsamtsleiter Bulka kündigt an, dass auch vor jenen Einrichtungen, wo noch nicht Tempo 30 gilt, dies überprüft und nachgeholt werden soll. Hintergrund ist ein dementsprechendes Bundesgesetz.

26. Juni: Auch auf der Wasserburger Straße vor Realschule, FOS und BOS gilt nun beschildert Tempo 30.

17. Juli: Der Planungsausschuss der Stadt befasst sich erneut mit der Tempo-30-Umsetzung in Traunstein: Keine Gegenstimmen.

25. Juli: Erster Vorstoß aus der Jungen Union, dass auf der Wasserburger Straße nicht mehr rund um die Uhr Tempo 30 gelten soll, sondern nur noch an Schultagen zwischen 7 und 17 Uhr.

19. September: Tempo 30 an der Wasserburger Straße ist Thema im Planungsausschuss. Man ist sich einig, dass mit der Polizei nochmal über den Sinn des Tempolimits gesprochen werden soll. 

13. November: Das Staatliche Bauamt nimmt die Tempo-30-Schilder an der Wasserburger Straße wieder ab. 

Die Gründe

"In der Tat hat die Stadt hier einen gewissen Spielraum", erklärt Traunsteins Pressesprecherin Carola Westermeier nun das Vorgehen: "Die Eingänge der Schule liegen ja nicht direkt an der Straße und die Schulen an der Wasserburger Straße werden ja nicht mehr von kleinen Kindern besucht." Bei allen anderen Schulen sei die Sachlage dagegen klar, nu in diesem Fall habe man sich schließlich dagegen entschieden.

Diese Schilder bleiben.

Auch eine ausgeschilderte Tempobegrenzung auf 30 km/h "nur an Schultagen" oder nur zu bestimmten Uhrzeiten, wie von der Jungen Union vorgeschlagen, wurde diskutiert - nur hätte dies zumindest bei manchen Autofahrern wiederum zur Verwirrung geführt. Übrig bleiben nun noch zwei Verkehrszeichen an der Wasserburger Straße: Die Warnung vor Kindern in Verbindung mit dem Hinweis "Schule".

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xe

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