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Hauptversammlung der Verkehrswacht Traunstein

Mehr Kinder scheitern am Radlführerschein - Berufsschulen dominieren das Unfallgeschehen

Jahreshauptversammlung Traunsteiner Verkehrswacht 2021
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(v.l.n.r.) Schriftführer Andreas Schwenk, Geschäftsführerin Sonja Ertl, 1. Vorsitzender Johann Bohnert, 2. Vorsitzender Florian Ertl und der Präsident der Landesverkehrswacht Bayern, Peter Starnecker.

Traunstein - Die Traunsteiner Verkehrswacht hat ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Dabei kam unter anderem zur Sprache, dass Berufsschüler an vielen Unfällen beteiligt sind. Außerdem bestehen viele Viertklässler ihre Prüfung zum Radlführerschein nicht.

Die Meldung im Wortlaut

Besorgt über Schulwegunfälle, insbesondere bei den Berufsschulen zeigte sich der Präsident der Landesverkehrswacht Bayern Peter Starnecker auf der Jahreshauptversammlung der Traunsteiner Verkehrswacht am 19. Oktober im Sailer Keller in Traunstein.
Nach Starneckers Beobachtungen dominieren hierbei die Berufsschulen, weil deren Schüler häufig motorisiert unterwegs sind, was mit der altersbedingt geringen Fahrpraxis zu einem erheblichen Unfallrisiko führt. Starnecker sprach dabei von einem “hohen Blutzoll” bei den Berufschülern. Umso wichtiger seien Präventionsaktionen unter Einsatz von Reaktionstestgeräten und Simulatoren, die den jungen Leuten helfen, ihre Grenzen aufzuzeigen.

In diesem Sinne äußerte sich auch Traunsteins stellvertretende Bürgermeisterin Walburga Mörtl-Körner, die im Hauptberuf Berufsschullehrerin ist. Sie würdigte die Präventionsarbeit der Verkehrswacht und erinnerte dabei an Aktionen für die Fahranfänger in den Traunsteiner Berufsschulen. Mörtl-Körner konnte dabei selbst beobachten, wie begeistert die Schüler an den Simulatoren ihre Reaktionen testeten oder sahen wie Ablenkung oder Unaufmerksamkeit Unfälle provozieren.

Auch Bürgermeister nehmen an Versammlung teil

Als Stammgast bezeichnete der Vorsitzende der Traunsteiner Verkehrswacht Johann Bohnert die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber. Diese war die vergangenen Jahre regelmäßig auf der Versammlung, um Grußworte für den Landkreis zu sprechen. Resi Schmidhuber bekräftigte, wie wichtig eine Einrichtung wie die Verkehrswacht sei. Der Landkreis ist ja selbst Mitglied. Schließlich ist das Kreisstraßennetz immerhin 350 km lang und somit trägt auch der Landkreis eine Verantwortung für die Sicherheit im Verkehr.

Der Erste Vorsitzende der Traunsteiner Verkehrswacht, Johann Bohnert.

Bohnert konnte zu dem Termin auch einige Bürgermeister begrüßen; so Martin Bartlweber aus Seeon-Seebruck, Martin Lackner aus Engelsberg und Hans Schmidhuber aus Kienberg. Deren Gemeinden sind wie die meisten anderen Kommunen im Landkreis Traunstein Mitglied bei der Verkehrswacht und ihnen stehen die Präventionsaktionen kostenlos zur Verfügung.
Für die Grund-und Mittelschulen war Birgit Gebert-Schwarm gekommen. Ihre Tätigkeit umfasst die Fachberatung für Verkehrserziehung und Unfallverhütung.

In seinem Geschäftsbericht für 2020 verwies der Vorsitzende darauf, dass im Betreungsbereich der Traunsteiner Verkehrswacht etwa 180 000 Menschen leben und gerade im ländlichen Bereich Mobilität sehr wichtig ist, da öffentliche Verkehrsmittel nicht für jeden erreichbar sind. Damit diese Mobilität sicher und unfallfrei zustande kommt ist die Verkehrswacht da und sie wird weiterhin große Anstrenungen unternehmen, um einen Beitrag zu sinkenden Unfallzahlen zu leisten.

Viertklässler scheitern an Prüfung zum Radlführerschein

In einem Rückblick auf das vergangene Jahr bedauerte Bohnert, dass die Aktionen der Verkehrswacht pandemiebedingt auf Sparflamme liefen. Leidtragende waren unter anderem die 4. Klässler, die ihren sogenannten Radlführerschein nicht machen konnten. Man habe zumindest ein Ersatzprogramm organisiert, sodass die Kinder zumindest ein reduziertes Training erhielten. Dass ein Radltraining nötig ist, zeigt der kontinuierliche Anstieg an nichtbestandenen Prüfungen.

Auch den Vorschulkindern konnte man ein Programm bieten. Bei dieser Zielgruppe wurden 25 Schulungen zum Schulwegtraining durchgeführt. Wesentlich schwieriger gestaltete sich der Seniorenbereich, weil die Altenheime besonders auf Ansteckungsgefahren achten mussten. Deshalb fiel dieser Bereich leider ganz aus. Für 2022 ist aber ein Neustart geplant. Schwerpunkte liegen bei Prävention an Kindertagesstätten und auch Fahranfänger und Radfahrer sollen im Mittelpunkt stehen.

Leider können schon seit längerem keine Fahrsicherheitstrainings mehr abgehalten werden. Nachdem kein geeigneter Platz zur Verfügung steht, kann müssen diese Übungen bis auf weiteres ausfallen. Ein weiteres Problem ist für die Traunsteiner Verkehrswacht neu hinzugekommen: Der Fuhrpark mit 3 Anhängern und einem Kleinbus muss aus seiner bisherigen Unterstellmöglichkeit heraus und man ist nun auf der Suche nach einem neuen Stellplatz.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass Kassenprüfer Bartholomäus Steiner eine vorbildliche Kassenführung bestätigt hat und der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Pressemitteilung der Traunsteiner Verkehrswacht

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