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Neue Erfahrungen auf der Geburtshilfestation

Trotz Handicaps hat Dana Wimmer (17) ihr Schülerinnenpraktikum im Klinikum Traunstein gut gemeistert

Bei ihrem Praktikumseinsatz in der Geburtshilfestation des Klinikums Traunstein erhielt Dana Wimmer aus Traunstein (rechts) tatkräftige Unterstützung von der stellvertretenden Stationsleiterin Sabrina Stenger.
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Bei ihrem Praktikumseinsatz in der Geburtshilfestation des Klinikums Traunstein erhielt Dana Wimmer aus Traunstein (rechts) tatkräftige Unterstützung von der stellvertretenden Stationsleiterin Sabrina Stenger.

Dana Wimmer ist glücklich: Drei Tage lang hat sie im Klinikum Traunstein die stellvertretende Stationsleiterin Sabrina Stenger und die medizinische Fachangestellte Cristina Cotoros begleitet.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Auf der Geburtshilfestation hat sie im Rahmen eines Schülerpraktikums miterlebt, wie Babys gewogen, versorgt und zur Mutter gebracht werden, wie Medikamentenpläne erstellt und andere Abläufe und Aufgaben organisiert werden. Immer wieder hat sie auch selbst Hand mitanlegen dürfen und sich so eingebracht. Was für andere Schülerinnen ganz normal klingt, ist für die 17-jährige Traunsteinerin alles andere als selbstverständlich. Dana ist aufgrund einer Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörung gehandicapt. Deshalb fühlt sie sich nicht selten ausgegrenzt und benachteiligt. Nach etlichen Absagen für ein einwöchiges Schülerpraktikum bei unterschiedlichen Betrieben und Ämtern war auch Danas Mutter Elke ganz erleichtert, als es im Klinikum eine Zusage gab. „Dana besucht die Wilhelm-Löhe-Schule in Traunreut und ist jetzt in der Berufsschulstufe“, erklärt sie. „Normalerweise können die Jugendlichen in dieser Phase ausprobieren, was Ihnen liegt. Das ist für die spätere Berufswahl sinnvoll. Doch bei Kindern mit Handicaps spielen oft Berührungsängste bei den Betrieben mit hinein.

Da wird für ein einwöchigen Schülerpraktikum oftmals geblockt. Dann wird es mangels Auswahl beruflich schnell eng, wenn man außerhalb der Angebote der Lebenshilfe etwas sucht.“ Hilfreich waren in dieser Situation Kontakte zum Klinikum Traunstein. Stationsleiterin Sabrina Stenger spricht mit Blick auf Danas Praktikum von einer „interessanten Erfahrung“ und einer „herausfordernden Zeit“. Womit das sicher auch dem Umstand geschuldet ist, dass im Klinikum aufgrund personeller Engpässe Zeit – und speziell Zeit für Betreuung - ein rares Gut ist. „Dana hat uns bei den Tagestätigkeiten begleitet und war interessiert bei der Sache. Sie hat selbstständig mitgedacht, auch wenn man ihr die eine oder andere Tätigkeit etwas ausführlicher erklären oder zeigen musste“, sagt die Stationsleiterin. „Man merkt auf jeden Fall, dass das Klinikpraktikum Dana einiges gebracht hat. Sie konnte sich mal aus-probieren und neue Erfahrungen machen, die ihr Mut geben“, sagt Danas Mutter Elke. Auch ein anderer wesentlicher Punkt liegt ihr am Herzen: „Letztlich geht es auch um Akzeptanz und die Chance auf Integration. Das ist ein schönes Gefühl, das Dana vom Praktikum im Klinikum, mitgenommen hat.“

Von einem „sehr guten Feedback meines Verkaufsteams“ berichtet auch Josef Deisenseer. Er ist in vierter Generation Bäckermeister und Inhaber der gleichnamigen Bäckerei in der Unteren Stadt in Traunstein. Letztes Jahr hat das Familienunternehmen seinen 110. Geburtstag gefeiert. In der Bäckerei hat Dana ebenfalls vor einiger Zeit ein Praktikum absolviert. „Die junge Dame war sehr hilfsbereit, zuvorkommend und pünktlich, gut in unserem Team integriert und sie hat alles gut erledigt, was zu tun war“, ergänzt Deisenseer. Und wie sieht Dana selbst ihre Erfahrungen im Praktikum? „Mir hat es in der Klinik sehr gut gefallen. Leider war es viel zu kurz und ich freue mich schon auf mein nächstes Praktikum“, sagt die junge Frau. Elke Wimmer ergänzt, dass es aus ihrer Sicht eine tolle Möglichkeit wäre, wenn ihre Tochter in weiteren Praktika ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen könnte und dadurch vielleicht sogar einen Platz auf dem freien Arbeitsmarkt findet.

Pressemitteilung Kliniken Süodstbayern AG

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