Kegel: "Etliches spricht dagegen"

Die unbeliebteste Sparmaßnahme ist jetzt wohl vom Tisch

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Traunstein - Wie es derzeit ausschaut, verabschiedet sich die Stadt wohl von ihren Plänen, vor dem Schwimmbad Parkgebühren zu verlangen - jene Sparmaßnahme, die bei unseren Lesern ohnehin am wenigsten beliebt ist.

Seit vorigen Herbst prüft die Stadt, wo man beim Traunsteiner Schwimmbad am besten sparen könnte. Leicht höhere Eintrittspreise und kälteres Wasser im Sportbecken sind bereits beschlossene Sache. Von Automaten statt Kassenpersonal am Eingang hat man sich nach einer Prüfung aber verabschiedet - auch von der Idee, Parkgebühren zu verlangen, scheint man sich wohl zu verabschieden.

Die Sache hat eine ganze Reihe von Haken

"Etliches spricht dagegen", so Oberbürgermeister Christian Kegel am Rande der jüngsten Stadtratssitzung. Die Stadt müsste in einem ersten Schritt den Parkplatz vor dem Schwimmbad als öffentliche Fläche ausweisen - doch schon das ist schwierig, weil ein kleiner Teil des Parkplatzes (zwischen den Bäumen entlang der Bundesstraße) nicht der Stadt gehört. Auch eine rechtliche Regelung, um den Anwohnern gerecht zu werden, ist wohl kompliziert.

Das nächste Problem: "Wir haben nur vier Halbtagskräfte für die Parkraumüberwachung", so Ordnungsamtsleiter Manfred Bulka. Den entwas abgelegenen Schwimmbadparkplatz zusätzlich zu überprüfen könnte dann schwierig werden. Außerdem: Rund 5500 Euro kostet ein Parkautomat - "und wir bräuchten mindestens zwei", so Bulka. Auch Strom, um die Automaten in Betrieb nehmen zu können, müsste erst noch teuer verlegt werden

Zwei Euro Tagesgebühr plante die Stadt für die 146 Stellplätze direkt am Schwimmbad zu verlangen, für Kurzparker einen Euro. Neben den Einnahmen wollte man damit auch das Park-Chaos im Sommer einschränken und mehr Leute dazu bringen, weiterhin kostenlos am Festplatz zu parken. Bei einem Voting auf unserer Seite, bei dem sich über 860 Leser beteiligten, stellten sich die Parkgebühren ohnehin als am wenigsten beliebt heraus.

Auch von der Idee, Kassenautomaten aufzustellen, verabschiedete man sich bereits: Die Anschaffung und der Umbau des Eingangsbereichs wäre teuer (rund 100.000 Euro), ganz auf Personal könnte man weiterhin nicht verzichten, weil der Automat geleert und gewartet werden muss und die Badegäste könnten beim Automaten einen falschen bzw. günstigeren Tarif wählen.

xe

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