Arbeiten für Ampeln beginnen

Löst das die Probleme am Unfallschwerpunkt Südspange?

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Traunstein - Eine Unfallserie Ende 2016 zwang die Stadt zum Handeln: Jetzt beginnen die Arbeiten für Ampeln an der B306-Südspange. Wird das die Unfallzahlen senken? *Mit Voting*

Am heutigen Mittwoch wird mit den Bauarbeiten für die Ampeln an der Traunsteiner Südspange begonnen. Geplant ist, dass sie am Freitag, den 7. April in Betrieb gehen, wie das Straßenbauamt nun mitgeteilt hat. Zuerst werden die Fundamente hergestellt und Leitungsbauarbeiten durchgeführt, dann folgen Tiefbauarbeiten. Ab 3. April werden die Masten und Steuerungselemente errichtet.

Der Verkehr wird während der Arbeiten aufrecht erhalten, es kann deshalb zu Verkehrsbehinderungen kommen. 

Kosten liegen bei 38.000 Euro

Vier Unfälle im November und zwei weitere Anfang Dezember brachten die Stadt Traunstein zum Umdenken. Straßenbaulastträger an der B306 ist zwar eigentlich das Staatliche Bauamt und nicht die Stadt, doch Oberbürgermeister Kegel wollte "nicht mehr länger zuschauen": Die Stadt entschloss sich, die Ampeln auf eigene Faust zu bauen. Die Kosten betragen rund 38.000 Euro.

Bei der Südspange handelt es sich laut Staatlichem Bauamt um eine der Stellen im Landkreis, an dem die meisten Unfälle passieren. Unfallauswertungen zeigten: Verursacher sind vor allem jene Autofahrer, die von der B306 links auf die Franz-Xaver-Steber-Straße einbiegen wollen und mit dem Gegenverkehr zusammenstoßen. "Allem Anschein nach ist eine nicht unerhebliche Zahl von Verkehrsteilnehmern dort verunsichert, mitunter auch überfordert", stellte die Stadtverwaltung fest.

Video zeigt Verunsicherung mancher Autofahrer

In einer Abstimmung hatten unsere Leser eigentlich eine klare Meinung, wie die Südspange entschärft werden kann: Von den über 5400 Personen, die an einem Voting teilnahmen, sprachen sich 56 Prozent für einen Kreisverkehr aus, nur 17 Prozent dagegen für Ampeln. Doch ein Kreisverkehr wurde vom Staatlichen Bauamt kategorisch ausgeschlossen:

"Das ist illusorisch", so Bauamtsleiter Sebald König. Bei einer derart belasteten Strecke wie der B306 bräuchte man einen Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser inklusive Bypässen. Zum einen würde man dann den Hochwasserbereich der Traun tangieren, zum anderen sind die angrenzenden Grundstücke in Privatbesitz.

Was meinen Sie?

xe

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