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Mit Windkraft Geld verdienen – ein Erfahrungsbericht

Veranstaltung der Traunsteiner Grünen Fraktion

Die „Windkraftpioniere“ Hans Zäuner (links) und Werner Stinauer (rechts) berichteten im Traunsteiner Sailer Keller über Windkraft in Bürgerhand. Die Veranstaltung wurde organisiert und moderiert von Stadträtin Helga Mandl (2. von links) und der Zweiten Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (2. von rechts).
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Die „Windkraftpioniere“ Hans Zäuner (links) und Werner Stinauer (rechts) berichteten im Traunsteiner Sailer Keller über Windkraft in Bürgerhand. Die Veranstaltung wurde organisiert und moderiert von Stadträtin Helga Mandl (2. von links) und der Zweiten Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (2. von rechts).

„Wie Bürger mit einem Windrad Geld verdienen können“, das erklärten im Saal des Traunsteiner Sailer Kellers zwei Windkraftpioniere aus Ebersberg bei einer gut besuchten Veranstaltung der Grünen Stadtratsfraktion. „Unser Windrad gehört 16 Familien, die alle in unmittelbarer Nähe der Anlage wohnen – und sonst niemandem“, berichteten Hans Zäuner und Werner Stinauer, beide Geschäftsführer, Teilhaber und Initiatoren des Hamberger Windrads, einer Ortschaft in der Nähe von Ebersberg.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Das Windrad produziere seit 2016 problemlos Strom und das zur vollen Zufriedenheit der 16 Besitzerfamilien. Ein Teil des Kredits konnte schon mit Sondertilgungen zurückgezahlt werden, es wird eine Gewinnbeteiligung ausgeschüttet und die Amortisationszeit ist voraussichtlich nur 14 Jahre, das waren weitere Fakten, die die beiden Referenten erläuterten. „Gemeinschaft ist wohl das Geheimnis eures Erfolgs?“ fragte Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner, die die Veranstaltung leitete.

Ja, gemeinschaftliches Herangehen und Bürgerbeteiligung sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt. „Wenn das Windrad den Bürgern gehört, und sie damit auch Geld verdienen, dann ist das ganz etwas anderes, als wenn ein fremder Investor ein Windrad erstellt“, sagte Hans Zäuner. Ihre wichtigsten Erfolgsfaktoren waren die Finanzierung über eine lokale Bank, Ausschüttungen an die 16 Besitzer des Windrads vor Ort, Pachtzahlungen für das Grundstück an die örtlichen Grundstücksbesitzer, Mitbestimmung der Bürger und schließlich, dass die Gewerbesteuer an die Gemeinde geht.

Die erste Frage eines Gastes ging um die Stimmrechte der Besitzer, da doch jede der 16 Familien einen unterschiedlich hohen Anteil hat. „Jeder hat eine Stimme, egal, wie groß sein Anteil ist“, antwortete Hans Zäuner. Marco Werner sucht selbst schon nach Standorten und fragte, wie die Initiatoren des Hamberger Windrads einen geeigneten Platz gefunden haben. „Das Windrad steht zwischen den Anwesen der 16 Besitzer, einer davon wohnt nur 430 Meter vom Windrad entfernt, das war damals vor der bayerischen 10H-Regelung noch möglich“, berichtete Hans Zäuner.

Weitere Fragen und Diskussionspunkte waren über Rentabilitäten oder Abschaltungen zum Fledermausschutz und Katharina Stadler wollte wissen, wie schnell das CO2 eingespart wird, das bei der Herstellung der Anlage verbraucht wird. Schließlich rief Rainer Schenk von der Initiative „Klimaaufbruch Traunstein Jetzt“ dazu auf, am kommenden Sonntag zum KlimaSchutzEntscheid in die Wahllokale zu gehen und mit Ja zu stimmen. Am Ende der Veranstaltung erzählte Hans Zäuner noch eine Anekdote: „Es meldete sich einmal ein junges Pärchen zur Besichtigung an - und als beide oben am Turm ankamen, machte er dort oben seiner Liebsten einen Heiratsantrag“. –„Somit zeigt sich, dass ein Windrad nicht nur Energie erzeugt“, meinte dazu scherzhaft ein Besucher.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Traunstein