Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Begegnung und Austausch - Ästhetik und Reflexion

Vorschau auf das Ausstellungsprogramm der Städtischen Galerie Traunstein im Jahr 2022

Ein vielseitiges und interessantes Ausstellungsprogramm erwartet die Besucher in diesem Jahr in der Städtischen Galerie im Kulturforum Klosterkirche, Ludwigstraße 10-12, in Traunstein.
+
Ein vielseitiges und interessantes Ausstellungsprogramm erwartet die Besucher in diesem Jahr in der Städtischen Galerie im Kulturforum Klosterkirche, Ludwigstraße 10-12, in Traunstein.

Ganz nach dem Motto „schauen – erleben – nachdenken – staunen“ bietet die Städtische Galerie Traunstein im Jahr 2022 ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm an.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Den Anfang macht derzeit die Cartoon-Ausstellung „Mit Bildern Geschichten erzählen“. Die ausgesproche nunterhaltsame Schau vereint Bildergeschichten von Künstlern aus drei Generationen und ermöglicht dadurch einen Einblick in die Kunst- und Geisteswelt aus einem Zeitraum von den frühen 1950er Jahren bis zur unmittelbaren Gegenwart. Mit dabei sind der Buchkünstler Wilhelm Neufeld, die Zeichnerin Maura Hagen und Samuel Freimoser, ein noch junger Student des Mediendesigns. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Literaturfestivals „Leseglück. Grenzenlos Literatur“ statt und ist noch bis Sonntag, 20. Februar, zu sehen.

Die wegen des Corona-Lockdowns bereits einmal verschobene Heinrich-Stichter-Ausstellung „WORKS II“ wird in den Monaten März und Apri lnachgeholt. Heinrich Stichter gehörte zweifellos zu den renommiertesten Künstlern der Region und hinterließ nach seinem Tod 2009 eine große Lücke im Kulturbetrieb. Während „WORKS I“ im Jahr 2020 seine großen Materialbilder und Skulpturen in der Klosterkirche präsentierte, wird jetzt mit „WORKS II“ auf zwei Etagen eine Auswahl seiner Bilder und Papierarbeiten in der Städtischen Galerie im Südflügel des Kulturforums Klosterkirche gezeigt.

Die Stadt Traunstein übernimmt aus dem künstlerischen Nachlass von Heinrich Stichter ein Konvolut an Arbeiten für die kommunale Kunstsammlung. Damit wird die Bedeutung seines künstlerischen Wirkens gewürdigt und ein konzentrierter Werkkomplex dauerhaft für die Nachwelt erhalten. Die Ausstellung „WORKS II“ lädt ein zum Wiedersehen und zum Neuentdecken eines Oeuvres, das durch seine radikale Gegenstandslosigkeit und souveräne Beherrschung des gestischen Vokabulars überzeugt. Die Bedeutung des Tanzpioniers Rudolf von Laban auf die Entwicklung des modernen europäischen Tanzes ist nicht zu unterschätzen. Anfang des 20. Jahrhunderts, im geistigen Klima sozialer und künstlerischer Reformbewegungen, schuf Laban eine neue Tanztheorie, die sich deutlich vom klassischen Ballett abgrenzte und die Bewegungen der Tänzer über ihre konkrete Verortung im Raum neu definierte. Der Dresdner Künstler Jean Kirsten lässt sich in seinen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten durch die Raumharmonielehre Labans inspirieren.

In der Ausstellung „Bewegungsstudien“, die nach Ostern stattfindet, sind dazu eine Rauminstallation und Wandarbeiten aus verschiedenen Materialien zu sehen. Im Rahmenprogramm wird außerdem Regine Kress-Fricke, eine Verwandte von Rudolf von Laban, in die tanztheoretischen Grundlagen und in die schillernde Biografie des Tanzpioniers einführen und eine Lyriklesung veranstalten. Der Juli in der Städtischen Galerie ist wie immer der Offenen Jahresausstellung des Kunstvereins Traunstein vorbehalten. Der Verein zählt mittlerweile über 200 Mitglieder und die Jahresausstellung bietet regelmäßig Einblick in die Vielfalt der regionalen Kunstszene. Das umfangreiche Kunstvermittlungsprogramm und die Nachwuchsförderung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Anziehungskraft der Offenen Jahresausstellung, die sich über die 450 Quadratmeter des gesamten Kulturforums Klosterkirche erstreckt, liegt auch darin begründet, dass die Ausstellung zu einem gern aufgesuchten Treffpunkt und einem Ort des regen Austausches geworden ist. Die Jahresausstellung des Kunstvereins ist mit ihrem umfangreichen Begleitprogramm der Beitrag der bildenden Kunst zur bunten Veranstaltungsreihe „KulTSommer 2022“ in Traunstein. Im August ist der österreichische, international agierende Bildhauer Josef Baier zu Gast. Parallel zu seinen bildhauerischen Werken draußen auf dem Campus St. Michael wird im ehemaligen Kirchenraum Klosterkirche die Rauminstallation „Im Fluge“ aufgebaut, die aus Förderbändern und Ahornsamen besteht. Die Kombination aus Technik und Natur regt zum Nachdenken an und ist gleichzeitig ein ästhetisches und kontemplatives Erlebnis.

Daran anschließend folgt die Ausstellung „Vor Ort“, die verschiedene künstlerische Positionen zum Thema Kunst im öffentlichen Raum vorstellt. Der öffentliche Raum wird dabei als Spiegel gesellschaftlicher Strukturen verstanden, die einerseits analysiert und andererseits durch Skulpturen und Installationen auf Plätzen und in Parks, in Hinterhöfen und sogenannten lost places verändert werden können. Im Oktober und November wird die gedok, der Bundesverband der Gemeinschaften der Künstlerinnnen und Kunstfördernden, in der Städtischen Galerie ausstellen. An dieser Ausstellung sind ausschließlich Künstlerinnen beteiligt. Das Thema „Aufräumen“ konterkariert weibliche Rollenzuschreibungen und umreißt den Konflikt vieler Künstlerinnen zwischen Fürsorgearbeit in der Familie und künstlerischer Berufstätigkeit. Auf einer Metaebene reflektiert die Ausstellung das Verhältnis von Ordnung und Chaos in der Kunst.

Das Ausstellungsjahr 2022 in der Städtischen Galerie endet mit dem Fotoprojekt der noch jungen, in Traunstein geborenen Fotografin Anna Aicher, die mittlerweile in München und Salzburg lebt und arbeitet. Die ambitionierte Ausstellung ist konzipiert wie ein begehbares Fotoalbum. Aicher führt die Besucher an Orte und zu Menschen ihrer Kindheit und Jugend. „Bilder vom Land“ lautet der Untertitel der Ausstellung, die eine fotografische Auseinandersetzung mit Herkunft, Heimat, Tradition, Weggehen und Ankommen ist. Das Ausstellungsprogramm der Städtischen Galerie Traunstein liegt - in Form eines zum Plakat aufklappbaren Flyers - in der Tourist-Info im Rathaus und in der Stadtbücherei aus. Es kann auch per E-Mail unter galerie@stadt-traunstein.de angefordert oder unter folgendem Link auf der Homepage der Stadt Traunstein eingesehen werden: https://www.traunstein.de/kultur-brauchtum/staedtische-kultureinrichtungen/staedtische-galerie/aktuelle-kunstprojekte.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Traunstein