Wahlkampfauftaktveranstaltung der Traunsteiner Liste:

Zukünftige traditionsreiche Stadtentwicklung

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Traunstein - Bei der Wahlkampfveranstaltung der Traunsteiner Liste ging es vorrangig um die Stadtentwicklung und die allgegenwärtige Frage, wo Platz für neue Gewerbegebiete ist.

Bei der Wahlkampfauftaktveranstaltung der Traunsteiner Liste am vergangenen Mittwoch im Gasthaus Bräustüberl Hofbräuhaus stellten sich Oberbürgermeisterkandidat Dr. Ralph Joerger und sein Team von Stadtratskandidaten den interessierten Besuchern vor. Diese hatten die Möglichkeit, die Kandidaten zu ihren Vorstellungen zur künftigen Entwicklung Traunsteins zu befragen und Anregungen zu äußern.

Ein Schwerpunktethema des Abends war, wie schon bei Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten am Montag, die Ausweisung von neuen Gewerbegebieten um Traunstein. Dr. Joerger betonte noch einmal, „dass die Traunsteiner Liste bei der Stadtentwicklung großen Wert darauf legt, eine Vorstellung davon zu haben, wo und wie sich Traunstein in Zukunft entwickeln will“. Um einer Zersiedlung der Landschaft entgegenzuwirken, müsse sich die Ausweisung von Gewerbegebieten am tatsächlichen Bedarf orientieren und sollte sich an bereits bestehenden Gebiete nach städteplanerischen Grundsätzen anschließen.„Grundstückspekulation dürfe nicht Entscheidungskriterium zur Ausweisung von Flächen sein“, sagte Stadtrat Simon Steiner.

Auf die Nachfrage eines Besuchers, betonte Stadtrat Thomas Graf, „wenn sich eine in Traunstein ansässige Firma erweitern will oder sich produzierendes Gewerbe bzw. Gewerbe mit hochwertigen Arbeitsplätzen ansiedeln möchte, soll dies auf jeden Fall möglich sein“. Zum Bedarf passend solle dann die Bebauungsplanung aufgestellt werden, mit der regionalen Wertschöpfung im Blick. Bei Planungen der Ansiedlung zusätzlicher Gewerbebetriebe müssen die Interessen bestehender Betriebe in der Innenstadt angemessen berücksichtigt werden. Zusätzliche Flächen für großflächigen Einzelhandel sind nicht nötig. Jedoch könnte die Stadt nur als Grundstückseigentümer bestimmen wer die Flächen letztlich bekommt.

Ulrike Hoernes erklärte, „uns ist wichtig, dass die Innenstadt attraktives Stadtzentrum bleibt und nach Möglichkeit weiter aufgewertet wird“. „Genau das wird durch neue Ausweisungen auf der grünen Wiese konterkariert“ ergänzte Simon Steiner. Im Süden an der Sonntagshornstraße gibt es bereits gewerbefähige Flächen von 70.000 m², die auf Bebauung warten. Alle Kandidaten waren sich darin einig, dass die Ausweisung zusätzlicher Flächen östlich und westlich der Hochstraße deshalb nicht nötig ist.

Statt auf einen Industrie- und Gewerbering um Traunstein herum „mit der dann womöglich nötigen Südwesttangente“ wie ein Besucher fürchtete, setzt die Traunsteiner Liste auf die Stärken Traunsteins: Lebensqualität in einer traditionsreichen Innenstadt mit Fachmärkten und Gastronomie, eine intakte Natur in der Umgebung und einen florierenden Tourismussektor.

Im Zusammenhang mit der Stadtentwicklungsplanung wurden auch die Zielsetzungen der Kandidaten zur Finanzpolitik der Stadt vorgestellt. Für Stadtrat Simon Steiner ist besonders wichtig dass „die derzeit guten Steuereinnahmen verstärkt zum Abbau der Schulden verwendet werden“. Damit erhält sich die Stadt auch für schwierige Zeiten ihren finanziellen Spielraum. Wie Christophe Levannier betonte, sehe man in der Regionalwährung „Chiemgauer“ über die lokale Wirtschaftsförderung hinaus auch ein geeignetes Instrument, den Zusammenhalt zwischen Bürgern, Wirtschaft, Vereinen und Kultur in Traunstein und der Region zu stärken.

Pressemitteilung Traunsteiner Liste

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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