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Entwicklung bereitet Sorge

Traunstein: Zahl der Blutspenden sinkt rapide

Vor jeder Blutspende erfolgt ein kurzes, vertrauliches Gespräch mit einem Arzt. Und jede getätigte Blutspende wird im Labor auf verschiedene Krankheiten hin analysiert. Das macht jede Blutspende zugleich zu einem kostenlosen Gesundheitscheck.
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Vor jeder Blutspende erfolgt ein kurzes, vertrauliches Gespräch mit einem Arzt. Und jede getätigte Blutspende wird im Labor auf verschiedene Krankheiten hin analysiert. Das macht jede Blutspende zugleich zu einem kostenlosen Gesundheitscheck.

Es wird immer mehr gebraucht, aber die Zahl von Blutspendern im Kreis Traunstein ist im ersten Halbjahr gesunken. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Traunstein – Die Bilanz des Rotkreuz-Kreisverbandes Traunstein für die im ersten Halbjahr 2021 abgehaltenen Blutspendetermine fällt gemischt aus: So war die Gesamtzahl der Spenden im Vergleich zu den Vorjahren relativ niedrig. Das lag zumindest teilweise an der vergleichsweise geringen Anzahl an Terminen. Die Spendebereitschaft pro Termin sowie die Zahl der Erstspender geben hingegen Grund zu leichtem Optimismus.

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Insgesamt wurden im Landkreis Traustein zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 2.931 Blutkonserven gespendet, aus denen verschiedene Blutpräparate für Patienten in den Krankenhäusern und Kliniken gewonnen werden können. Statistisch gesehen wird das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle. Bei schweren Unfällen kann es vorkommen, dass wegen bestimmter innerer Verletzungen mindestens zehn Blutkonserven pro Unfallopfer bereitstehen müssen.

147 Spenden und 16 Erstspender

Bei jedem der 20 abgehaltenen Termine im Landkreis Traunstein wurden im Schnitt 147 Blutspenden geleistet. Erfreulich war auch, dass im ersten Halbjahr 2021 312 Menschen zum ersten Mal Blut bei einem Termin des Roten Kreuzes gespendet haben - das bedeutet im Schnitt rund 16 Erstspender pro Termin. Denn die demographische und medizinische Entwicklung deutet darauf hin, dass in Zukunft noch mehr gespendetes Blut benötigt wird, da es immer mehr ältere Menschen gibt und dadurch auch der Bedarf an Blutpräparaten in den Kliniken steigt. Der hohe Bedarf an Blut ist übrigens zudem eine Folge des medizinischen Fortschritts. Viele Operationen, Transplantationen und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren sind nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich geworden.

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Möglichkeit zur Stammzellentypisierung

Noch auf relativ niedrigem Niveau bewegt sich die Inanspruchnahme der 2020 eingeführten Möglichkeit, sich im Rahmen einer Blutspende mit geringem Aufwand auch gleich als potenzieller Stammzellenspender typisieren zu lassen. Dafür ist lediglich die Abnahme eines zusätzlichen Röhrchens mit wenigen Millilitern Blut nötig. 56 Personen haben sich im ersten Halbjahr 2021 typisieren lassen und werden verständigt, falls sie einem Leukämie-Patienten als Stammzellenspender helfen können.

Online-Terminreservierung möglich

Um Wartezeiten bei den Blutspendeterminen zu verkürzen, wurde vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes vor kurzem die Möglichkeit einer Terminreservierung über das Internet eingeführt. Die Terminreservierung ist ein zusätzlicher Service. Selbstverständlich kann man auch weiterhin unangekündigt bzw. spontan während der Öffnungszeiten erscheinen. Wer zum ersten Mal Blut spenden möchte, muss übrigens lediglich über 18 Jahre sein und einen amtlichen Lichtbildausweis (z. B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) mitbringen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Donnerstag, den 12. August 2021, in Seeon (Schule). Der nächste Doppeltermin in Traunstein findet am 30. und 31. August 2021 in der Berufsschule I statt.

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