Zeichen der Familienbrauerei gegen das Wirtshaussterben

Warum beim Hofbräuhaus Traunstein die Fahnen jetzt auf Halbmast wehen

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Die Fahnen des Hofbräus Traunstein wurden auf Halbmast gesetzt.

Traunstein - Das Hofbräuhaus Traunstein setzt ein Zeichen gegen das Wirtshaussterben.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die Gastronomie als wichtiger Grundpfeiler unseres sozialen Lebens leidet unter dem längsten und weitreichendsten Shut-Down aller Wirtschaftszweige durch Corona. Mit der Aktion „Flaggen auf Halbmast“, die bereits seit Mitte letzter Woche läuft, will man gemeinsam mit vielen teilnehmenden Wirten aus der Gegend auf das drohende Wirtshaussterben aufmerksam machen. Viele Gastronomen mit ihren Mitarbeitern und Familien sind durch die Corona-Krise betroffen. Mit jedem Gastronomiebetrieb stirbt auch ein Stück Tradition und Lebensart sowie bei uns die weltweit berühmte bayerische Gemütlichkeit und Gastlichkeit. Darunter viele Traditionswirtshäuser, die seit Jahrzehnten familiengeführt sind. Das Hofbräuhaus Traustein setzt sich mit hohem Engagement für die Wiedereröffnung der Gastronomie und für die damit verbundene bayerische Braukultur ein. Der Einbruch in der Gastronomie in Bayern wiegt weit schwerer als in anderen Bundesländern, da Bayern in den wesentlichen Kennzahlen über dem Bundesdurchschnitt liegt.


Gestern nun wurde vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder eine eventuelle Öffnung für Ende Mai in Aussicht gestellt. Allerdings noch unter Bedingungen, die für die meisten Betriebe ein längeres Überleben vorerst nicht möglich machen. Auch wenn damit der erste Schritt bereits getan ist und immerhin neue Hoffnung aufkeimt.

Selbstverständlich liegt der höchste Fokus auf Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter, die Forderung muss jedoch sein, dass regelmäßig, engmaschig und konsequent über weitere Lockerungen beraten wird.

Denn die Zukunft einer ganzen Branche ist in Gefahr. Mit über 2,42 Millionen Beschäftigten, darunter fast 54 % Frauen, die in flexiblen Zeitmodellen zum Familieneinkommen wesentlich beitragen. Auch die Integration ausländischer Mitarbeiter wird seit Jahren vielfach von der Gastronomie getragen. Die von der Automobilbranche herangeführten Beschäftigtenzahlen von unter einer Million und die zu erwartenden Gewinneinbußen wirken dazu im Vergleich nur noch weniger alarmierend.

Denn von Gewinn ist bei den meisten Gastronomiebetrieben in diesem Jahr keine Rede. Nie mehr aufholbare Umsatzverluste von 80 Prozent bei günstigem Verlauf stehen ins Haus. Für viele der endgültige Shut-Down.

Pressemeldung Hofbräuhaus Traunstein

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