Zwei Frauen am frühen Sonntag im Krankenhaus

K.-o.-Tropfen? Polizei dementiert Facebook-Gerüchte

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Traunstein - Wurden zwei junge Frauen am Wochenende mit K.-o.-Tropfen betäubt? Dieses Gerücht aus Traunstein schlug auf Facebook hohe Wellen. chiemgau24.de hat bei der Polizei nachgefragt:

Am frühen Sonntagmorgen wurden zwei junge Frauen ins Traunsteiner Krankenhaus gebracht. Schnell machte in der Facebook-Gruppe "Spotted: Waging am See und Umgehung" das Gerücht von K.-o.-Tropfen die Runde.

Die Polizei kann dies jedoch nicht bestätigen: "Die ersten Untersuchungen und die Symptomatik lassen nicht auf K.-o.-Tropfen schließen", erklärte der zuständige Sachbearbeiter der Traunsteiner Polizei gegenüber chiemgau24.de. Es liege also kein Straftatbestand vor, daher gebe es auch keine Verdächtigen.

Polizei: "Es war reiner Zufall"

Die beiden Mädchen (Jahrgänge 1993 und 1998, Landkreis Traunstein) waren laut Polizeiangaben im Traunsteiner Nachtleben unterwegs - allerdings unabhängig voneinander. Auch zum Einsatzzeitpunkt waren die Beiden, entgegen den Facebook-Gerüchten, nicht im gleichen Club. "Es war reiner Zufall, dass die Mädchen gleichzeitig ins Krankenhaus kamen." Beide hätten dann den Verdacht geäußert, dass ihnen etwas ins Getränk gemischt worden wäre.

"Den zwei jungen Frauen wurden vom Klinikum entsprechende Proben entnommen", erklärte der Polizeisprecher weiter. Die Auswertung und ein genaues Ergebnis stünden allerdings noch aus. "Wir haben alle gängigen Maßnahmen getroffen. Sollte sich - entgegen unserem Verdacht - doch herausstellen, dass es K.-o.-Tropfen waren, werden natürlich weitere Maßnahmen ergriffen."

Das Ergebnis der Proben erwartet die Polizei im Laufe der nächsten Woche.

Rubriklistenbild: © Facebook/dpa (Collage)

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