Erster kleiner Anreiz

Zwei-Stunden-Takt der Traun-Alz-Bahn: Das fordern die Grünen nun

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Traunstein - Den angekündigten Zwei-Stunden-Takt der Traun-Alz-Bahn kommentiert die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

"Seit Jahren fordern wir Grüne eine Aufwertung der Schiene, eine bessere Vernetzung und Taktung der Verkehrsmittel und ein einfaches, günstiges Ticketsystem in Verkehrsverbünden. Leider ist der von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft versprochene Bayerntakt beispielsweise für Pendler zwischen Traunstein und Mühldorf nur Wunschdenken: Auf der Strecke fährt nicht einmal zweistündlich ein Zug; am Wochenende gar keiner. Dass man sich jetzt bei der Traun-Alz-Bahn langsam in Richtung eines Zwei-Stunden-Takts bewegt, ist ein erster kleiner Schritt, dem noch viele folgen müssen.

Das Einzugsgebiet der Strecke Mühldorf-Trostberg-Traunreut-Traunstein ist ein Lebens- und Arbeitsraum von 100.000 Menschen. Große Pendlerströme der ansässigen Industriebetriebe sind tagtäglich unterwegs, Tausende von Schülern besuchen weiterführende Schulen in den größeren Städten; Fahrten zum Einkaufen, zu Ärzten, zu Krankenhäusern müssen erledigt werden. Dazu braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur und intelligente Lösungen. Das Rückgrat muss mittelfristig eine schnelle S-Bahn-Linie sein, mit einem Takt wesentlich weniger als einer Stunde. Wir brauchen angesichts großer Verkehrsprobleme zusätzliche Anreize, um Busse und Bahnen attraktiver zu machen und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV zu motivieren.

Für diesen notwendigen Ausbau – und für die Anbindung Traunreuts – muss die verantwortliche Politik jetzt die nötigen Mittel bereitstellen. Die bayerische Staatsregierung muss das entsprechende Angebot bei der Bahn bestellen. Und alle beteiligten Verkehrsunternehmen und Fahrgastverbände müssen an einen Tisch. Den Ankündigungen Söders, der den ÖPNV zur Chefsache erklärt hat, müssen jetzt Taten folgen. Bis heute hat die Regierungsmehrheit bei entsprechenden Grünen-Anträgen leider immer ablehnend abgestimmt."

Pressemeldung des Abgeordnetenbüros Gisela Sengl (MdL)

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