Brunnen verliert täglich bis zu 25.000 Liter

Bahnhofsbrunnen, Musikschule, Klosterkirche: Es wird teuer

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Traunstein - Bei drei Projekten kommen höhere Kosten auf die Stadt zu: Die Klosterkirche wird nochmal teurer, der Bahnhofsbrunnen verliert jede Menge Wasser und die Musikschule muss saniert werden.

Der Bahnhofsbrunnen ist undicht, täglich versickert eine große Menge Wasser: 10.000 bis 25.000 Liter sind es laut Stadtverwaltung jeden Tag. Das entspricht der Menge von bis zu 170 vollen Badewannen. Deshalb lag der Brunnen im Frühjahr auch einige Zeit trocken, weil er vom Bauhof notdürftig abgedichtet wurde - doch bald muss eine dauerhafte Lösung her. 


Der Stadtrat entschied sich am Donnerstag deshalb dafür, dass der Brunnen grundhaft mit einer neuen Abdichtungsebene saniert werden soll. Die Gesamtkosten werden auf 166.000 Euro geschätzt, ein Planungsbüro muss noch beauftragt werden. Der Stadtrat entschied einstimmig. Das Problem beim Bahnhofsbrunnen: Das Hauptbecken hat tiefe, offene Fugen und Hohlräume und der Unterbau ist undicht. 

Halbjährige Sanierung der Musikschule steht an

Um einiges teurer wird die Sanierung der Musikschule. Hier stehen eine ganze Reihe an Arbeiten an: Heizungsanlage, Räume, Sanitäreinrichtungen und Elektrik müssen saniert werden. Auch bei Schallschutz und Brandschutz muss nachgebessert werden. Nun liegt die Gesamtkostenschätzung eines Architekten vor: über 1,7 Millionen Euro. Fördergelder sind nicht zu erwarten. Der Stadtrat stimmte geschlossen zu. 


Die Bauzeit wird auf ein halbes Jahr geschätzt - sechs Monate, in denen in der Musikschule kaum gearbeitet und gelehrt werden kann. Den Betrieb für ein halbes Jahr einfach "stilllegen" kann die Musikschule nicht, also muss man auslagern. Doch die Suche nach Ersatzquartieren gestaltet sich laut Stadtverwaltung schwierig, auch will die Musikschule möglichst nicht auf verschiedene Standorte in der Stadt verteilt werden. 

Rund 300.000 Euro Mehrkosten bei der Klosterkirche

In der Klosterkirche findet momentan schon die erste Ausstellung orientalischer Teppiche statt, doch abgeschlossen sind die Arbeiten am ganzen Ensemble noch nicht. Auch bei den Kosten ist noch immer Bewegung im Spiel: insgesamt geht die Gesamtkostenprognose nochmal um knapp 300.000 Euro hinauf und liegt jetzt bei 13,35 Millionen Euro. Teurer wurde zuletzt vor allem die Elektroinstallation, unter anderem weil man sich für eine Umrüstung auf LED entschied. Sechs Stadträte stimmten den Nachträgen nicht zu. 

Wie geht es mit den Bauarbeiten weiter? Kirchendach, Kircheninneres und die Fassade sind fertig, bis zum 11. Oktober werden die Gerüste abgebaut. Das Südflügeldach ist fertiggestellt, die straßenseitige Fassade wird Ende September fertiggestellt und das Gerüst abgebaut. Im Untergeschoß verlängern sich die Arbeiten durch einen Wassereinbruch um zwei Monate. Die Fertigstellung verschiebt sich laut Stadtverwaltung also auf Dezember oder Januar des nächsten Jahres.

xe

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