Anklage wegen Mordes

Bluttat vor Priener Supermarkt - Prozess beginnt im Januar

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Trauer um die erstochene Frau aus Afghanistan
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Prien am Chiemsee/Traunstein - Nach der schrecklichen Bluttat vor dem Lidl-Supermarkt in Prien, bei der eine 38-Jährige erstochen wurde, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben.

Am 29. April 2017 attackierte ein 29-jähriger Afghane eine 38-jährige Landsfrau in Prien vor einem Supermarkt. Die Frau wurde dabei schwerstverletzt und erlag noch am selben Tag Ihren Verletzungen. Der Angreifer konnte vor Ort festgenommen werden. Staatsanwaltschaft und Kripo Rosenheim ermittelten wegen eines Tötungsdeliktes.

Anklage wegen Mordes erhoben

Nun ist sich die Staatsanwaltschaft sicher: Es war Mord und erhob deswegen Anklage. Am 23. Januar 2018 beginnt der Prozess um 9 Uhr am Landgericht Traunstein. Weitere Verhandlungstage:

29. Januar 2018, 9 Uhr
5. Februar 2018, 9 Uhr
9. Februar 2018, 9 Uhr

Täter war in psychiatrischer Behandlung

Der Täter Hamidullah M. (29) hatte die Tat bereits im Mai gestanden. Sein Asylantrag war Ende 2016 abgelehnt worden. Er war seit dem negativen Bescheid mindestens zweimal in psychiatrischer Behandlung und sitzt seit dem Mord in einer Nervenklinik.

Bilder vom Tatort am Lidl-Supermarkt

Große Anteilnahme bei Beerdigung

Die ermordete Farimah S. wurde fünf Tage nach der Tat im Rahmen einer großen Trauerfeier auf dem Priener Friedhof beigesetzt. Rund 200 Trauergäste fanden sich in der Aussegnungshalle in Prien ein. Christen und Muslime müssten gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt setzen, sagte der evangelische Seelsorger Karl-Friedrich Wackerbarth bei der Beerdigung.

Nach Mord in Prien: Große Trauergemeinde bei Beerdigung 

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