Der Umbau der alten ZSVA zur Neuen

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Über der Liegendkrankenanfahrt der Notfallambulanz wird derzeit die Zentrale Sterilisationsversorgungsabteilung (ZSVA) des Klinikums Traunstein erweitert. Der Umbau dauert voraussichtlich noch bis November 2015.

Traunstein - Vor ein paar Monaten begann der Umbau und die Erweiterung im Klinikum Traunstein. Was wird sich alles in der neuen ZSVA verändern?

Im Juni wurde im Klinikum Traunstein mit dem Umbau und der Erweiterung der Zentralen Sterilisationsversorgungsabteilung (ZSVA) begonnen. Anlass war, dass in der bisherigen ZSVA zu wenig Platz vorhanden war. Die alte ZSVA wurde 1987 gebaut, als im Klinikum Traunstein jährlich rund 7000 Operationen durchgeführt wurden. Heutzutage hat sich die Zahl mit ca. 16 000 Operationen mehr als verdoppelt. „Außerdem haben sich auch die Anforderungen bei der Aufbereitung von sterilisierten Instrumenten in den vergangenen Jahren erheblich geändert“, so die Leiterin der ZSVA, Romana Frey. Zudem waren die Autoklaven (gasdicht verschließbare Druckbehälter für die thermische Behandlung im Überdruckbereich) 18 Jahre alt und damit ihre Auslaufzeit längst überfällig. Dies gilt auch für die Reinigungsdesinfektionsgeräte (RDG).

Die ZSVA wird über der Liegendkrankenanfahrt der Notfallambulanz erweitert, so dass die Zufahrt während der Bauzeit gesperrt werden musste und der Verkehr über den Krankenhausgarten umgeleitet wird. Um eine sichere Gründung zu gewährleisten, musste die Liegendkrankenanfahrt abgerissen werden. Es wurden dort 13 Bohrpfähle von 0,9 Meter Durchmesser bis zu 24 Meter tief in den Untergrund gesetzt. Dabei wurden rund zehn Tonnen Betonstahl als Längs- und Spiralbewehrung der Pfähle verwendet. Das verwendete Bohrgerät hatte ein Gewicht von 75 Tonnen und ein Höhe 23 Meter. Wegen der Hubschraubereinflugschneise kann der Baukranbetrieb nur unter Auflagen durchgeführt werden. „Die Flugsicherung erfolgt durch Funkverbindung mit den Hubschrauberpiloten“, erklärt Alfred Gehmacher, Leiter der Bauabteilung des Klinikums Traunstein.

In der neuen ZSVA werden neue Autoklaven und Reinigungsdesinfektionsgeräte eingesetzt. Geschaffen wird auch eine Großkammeranlage für Container. Zudem gibt es Büros, Sozialräume, Schleusen getrennt für Männer und Frauen sowie ein Lager. Um den Mitarbeitern eine Rücken schonende Arbeit gewährleisten zu können, sind die neuen Packtische höhenverstellbar. Während der Bauphase wurde in der ehemaligen Bettenzentrale im Erdgeschoss auf rund 270 Quadratmeter Grundfläche der Reinigungs- und Packbereich der ZSVA eingerichtet. Dafür war der lange geplante Umzug der Packtische, Schränke und Anrichten bei laufendem Betrieb erforderlich, der dank des Einsatzes vieler helfender Hände der ZSVA, EDV und Technik reibungs- und problemlos klappte. Für die Bauzeit wurden vier neue RDG auf Mietbasis angeschafft. Vier Klimasplittgeräte mit einer Kühlleistung von rund 15 kW führen die Abwärme der RDG ab.

Die Sterilisation der Instrumente wird weiterhin im zweiten Stockwerk durchgeführt. Der Transport der Instrumente erfolgt mit dem Aufzug. “Die langen Wege sind eine große Herausforderung und ein größerer Aufwand für unser Personal”, sagt Romana Frey, die verständlicherweise froh ist, wenn voraussichtlich im November 2015 die Bauarbeiten beendet sein werden, denn auch während der Interimszeit müssen 15 Operationssäle und 39 Abteilungen im Klinikum Traunstein, die Klinikapotheke im Gewerbepark Kaserne sowie die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding versorgt werden.

Bjr

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