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Schweres Zugunglück in Tschechien: Rund 30 Verletzte, mehrere Tote - Zug startete in Deutschland

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Angeklagter: "Ich dachte, das sei nicht strafbar"

Mit einfachem Trick tausende Euro an Automat in Trostberg erspielt - Urteil

Trostberg/Traunstein - Sie lösten bei Spielautomaten einen Systemfehler aus und kamen so zu etlichen Freispielen und einem Haufen Geld - verbotenerweise. Vor dem Amtsgericht Traunstein wurden zwei Männer nun verurteilt. 

Wegen Computerbetrugs sind am Montag, 25. Mai, zwei türkische Staatsangehörige verurteilt worden. Im August 2018 lösten sie einen Systemfehler bei zwei Spielautomaten eines Trostberger Spielcasinos aus. Durch die Manipulation sah es das Gericht als erwiesen an, dass sie sich mindestens 1710 Euro illegal erspielten. Ein 33-Jähriger aus Unterfranken bekam eine zehnmonatige Bewährungsstrafe und muss 1320 Euro zurückzahlen, die er in Trostberg "gewann". Sein Komplize, ein 53-jähriger aus Südhessen, erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro und muss 390 Euro zurückzahlen. Beide waren geständig. 


Netzstecker gezogen - unendlich viele Freispiele

"Mir fiel schon auf, dass ein hoher Betrag ausgezahlt wurde. Das kam mir spanisch vor", berichtete der Betreiber der Trostberger Spielhalle vor dem Amtsgericht als Zeuge. Deshalb sichtete er die Bilder seiner Überwachungskameras noch einmal ganz genau - und entdeckte den Betrug. Bei zwei bestimmten Spielautomaten wurde absichtlich der Netzstecker gezogen, um ihn gleich danach wieder einzustecken. Die Folge: Das Programm bleibt auf einem unendlichen Freispiel stehen.

Nach rund sechs Stunden holte der Trostberger Spielcasino-Betreiber die Polizei. Sie machte der "Dauer-Glückswelle" der beiden Angeklagten ein Ende - beide hatten die Taschen voller Geld. Darüber hinaus befand sich auf dem Automaten noch ein Guthaben in Höhe von 884 Euro, das noch nicht ausbezahlt wurde. "Ich dachte, einen Systemfehler auszulösen, sei nicht strafbar", versuchte sich der 33-jährige Angeklagte zu erklären. Früher sei er auch spielsüchtig gewesen, inzwischen habe er mit diesem Kapitel abgeschlossen. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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