Einsatzfahrzeug half bei 442 Einsätzen

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Seit einem Jahr im Dienst ist das Verlegungsarzteinsatzfahrzeug (VEF), das an der Rettungswache der Malteser in Traunstein stationiert ist. Stefan Lackner (links), Leiter der Rettungswache und Rettungssanitäter Stephan Schaffner haben Grund zur Freude: Für mehr als 400 Patienten konnten Malteser und Notärzte bislang wertvolle Hilfe bei Verlegungstransporten leisten.

Traunstein - Ein Jahr ist das neue Einsatzfahrzeug nun bei den Maltesern und hat bisher 442 Einsätze mitgemacht. Eingesetzt wurde es bei Verlegungen von Patienten.

Der Rettungsdienst der Malteser kann in diesen Tagen ein kleines Jubiläum feiern. Das Verlegungsarzteinsatzfahrzeug, kurz VEF, ist seit einem Jahr im Dienst. Das neue Rettungsmittel, das am 1. März des letzten Jahres seinen Dienst aufnahm, hat bislang 442 Einsätze mit notärztlicher Versorgung von Patienten durchgeführt, die während der Verlegung von Klinik zu Klinik einer ärztlichen Betreuung bedürfen. Einsatzgebiet ist die gesamte Region in Südostbayern, die Transportbegleitungen führen jedoch teilweise weit darüber hinaus. Der bisher längste Transport unter Begleitung der VEF-Besatzung betraf die Verlegung eines erkrankten Kindes von Traunstein nach Tübingen.

Die Malteser Rettungswache in Traunstein ist einer von zehn Standorten eines Verlegungsarzt-Einsatzfahrzeuges in Bayern und mit München der zweite Standort in Oberbayern. Um die Überwachung eines Patienten während des Verlegungstransportes sicherzustellen, wurde mit der letzten Änderung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes der „Verlegungsarzt“ eingeführt. Mit dem VEF Traunstein steht im südostbayerischen Raum an 365 Tagen und rund um die Uhr ein Notarzt für die Transportbegleitung bei Verlegungen zur Verfügung.

Alarmiert wird der Verlegungsarzt von der Integrierten Leitstelle Traunstein. Wenn dort von einer Klinik in der Region eine Anforderung für eine Transportbegleitung durch einen Notarzt eingeht, wird der Malteser-Rettungssanitäter, der zugleich Fahrer des VEF ist, alarmiert. Daraufhin wird der diensthabende Arzt, der von der Notarztgemeinschaft am Klinikum Traunstein gestellt wird, abgeholt und die nun komplette Besatzung fährt zur Klinik, von der der Patient abgegeben wird. Von dort wird der Patient mit einem Rettungswagen zur Zielklinik gebracht, begleitet und überwacht vom Verlegungsarzt. Das Notarzteinsatzfahrzeug fährt bis zur Zielklinik hinterher und nach Übergabe des Patienten, steigt der Notarzt wieder in das Malteser-Fahrzeug um und die Fahrt geht zurück nach Traunstein zum Standort oder zu einem neuen, weiteren Einsatzort. Im ersten Jahr wurden mit dem Einsatzfahrzeug mehr als 62.000 Kilometer zurück; ein Einsatz dauert durchschnittlich drei Stunden.

Viele der Transportbegleitungen durch den Verlegungsarzt finden innerhalb des Verbundes der Kliniken Südostbayern AG, zum Beispiel zwischen Bad Reichenhall und Traunstein oder Trostberg und Traunstein statt, ebenso aber auch von Krankenhäusern in der Region nach München zu Spezialkliniken, in denen die Patienten weiterbehandelt werden. Hin und wieder wird der Verlegungsarzt auch primär zu Notfalleinsätzen alarmiert, wenn alle Notarzteinsatzfahrzeuge im Landkreis Traunstein belegt und bereits im Einsatz sind.

Für Stefan Lackner, Leiter der Malteser-Rettungswache, ist die größte Freude zum einjährigen Bestehen des Verlegungsarztsystems, dass der Dienst bisher fast unfallfrei und ohne schwerwiegende Verletzungen verlaufen ist und für mehr als 400 Menschen wertvolle medizinische Hilfe geleistet werden konnte. pv.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst e.V.

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