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Jede Menge „Wünsche und Anfragen“

Verkehrschaos, Schwimmbad, Tauben, 30er-Zonen: Die Themen aus dem Traunsteiner Stadtrat

Allerlei Anfragen und vieldiskutierte Traunsteiner Themen wurden im Stadtrat spontan in die Diskussion eingebracht: Wir fassen die Punkte zu Verkehr, Partys an der Traun oder dem Schwimmbad zusammen.

Traunstein - Die Stadt sei „durch das Staatliche Bauamt in ein Verkehrschaos verfallen“, urteilte Robert Sattler (SPD) in der Stadtratssitzung am Donnerstag (24. Juni). Durch die Sperrung der B306 - seit Montag bis voraussichtlich 9. Juli - wird der überörtliche Verkehr über Herzog-Friedrich-Straße und Wegscheid umgeleitet. „Ich habe schon von einigen erfahren, dass es ihnen momentan zu deppert ist, nach Traunstein zu fahren“, so Sattler. Ausgerechnet jetzt, nach dem Lockdown, würden die Geschäftsleute wieder leiden.

Stau auf der Äußeren Rosenheimer Straße in Richtung Wegscheid am Dienstagmittag. Wegen der Vollsperrung der B306 wird der Verkehr momentan durch die Stadt umgeleitet.

Ich bin auch genervt, das gebe ich ehrlich zu. Ich kann jeden Ärger verstehen“, gab sich Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) verständnisvoll. Mit dem Staatlichen Bauamt habe er bereits gesprochen, aber die Baustelle habe sich nicht in die Ferienzeit verlegen lassen. Der Grund: Die B306 ist offizielle Umleitungsstrecke der Autobahn, „da sind Baumaßnahmen während der Ferien quasi verboten“, so Hümmer. „Und wir wollen ja alle eine gute Verkehrsinfrastruktur und der Kampf um die finanziellen Mittel dafür ist groß.“

Badeunfälle im Schwimmbad und Tauben am Stadtplatz Thema

Schwimmbadreferent Denis Holl (Linke) sprach die beiden Badeunfälle im Juni an. Kinder im Alter von drei und vier Jahren konnten von anderen Badegästen im letzten Moment vor dem Ertrinken gerettet werden. „Die Unfälle haben die Schwachstellen aufgezeigt“, so Holl. Wie auch die Bademeister schlug er vor, zwischen den beiden großen Becken eine neue Aussichtskanzel zu errichten. Außerdem brachte Holl „ehrenamtliche Augen“ ins Spiel, die das Geschehen an den Becken im Blick haben könnten, vergleichbar zu Schülerlotsen.

So sieht die neue Breitwellenrutsche im Traunsteiner Schwimmbad aus (Archivbild).

Die neue „Breitwellenrutsche“ werde gut angenommen, kritische Stimmen wegen des Abbaus der alten Rutsche seien nur vereinzelt wahrzunehmen. Bedauerlich fand Holl, dass es heuer wieder keine Jahreskarten gibt. Stammgäste müssten jedes Mal den vollen Preis zahlen. Fürs nächste Jahr will der Schwimmbadreferent eine neue Gebührenordnung entwerfen und sie in die Haushaltsberatungen einbringen. Der Verzicht auf Saisonkarten sei der Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie geschuldet, entgegnete OB Hümmer. Dafür seien die Tageseintrittspreise gesenkt worden. Wegen der Badeunfälle verwies Hümmer auf die kommende Risikoanalyse fürs Schwimmbad. „Wir werden alles auf den Prüfstand stellen, um größtmögliche Sicherheit bieten zu können.“

Dass sich die Tauben jetzt vermehrt in den Hinterhöfen des Stadtplatzes herumtreiben, sprach Nikolaus Schneider (CSU) an. Grund sei der Abriss der Häuser am Taubenmarkt. Schneiders Vorschlag, das „Taubenproblem“ zu lösen: Einen attraktiven Nistplatz zur Verfügung stellen und dort dann die Taubeneier auszutauschen. Hümmer wollte grundsätzlich eher nicht von einem Taubenproblem in Traunstein sprechen. „Aber wir werden uns das anschauen. Vielleicht hat es sich in der letzten zeit verändert.“

Verkehrssituation in Weckerle-, Trauner- und Innstraße

Monika Stockinger (SPD), Patrick Nepper und Helga Mandl (beide Grüne) sprachen noch eine Reihe von Verkehrsthemen an. Stockinger forderte für die Weckerlestraße mehr Verkehrsüberwachungen, weil die Kalscheuer-Schüler die Straße teils auf der ganzen Breite nutzten. Nepper schlug vor, die Innstraße wegen des zunehmenden Schleichwegverkehrs für LKW zu sperren oder sie auf Anliegerverkehr zu beschränken. „Ganz zumachen können wir sie nicht, aber über eine Tonnagebeschränkung kann man nachdenken“, so OB Hümmer dazu.

Von einer unübersichtlichen Situation für die Auto-, und vor allem für die Fahrradfahrer in der Traunerstraße sprach Helga Mandl. Radler würden wegen der parkenden Autos vom Verkehr oft übersehen oder an die abgestellten Fahrzeuge hingedrängt. „Man könnte mehr Ausweichstellen einrichten oder einen ‚Shared Space‘. Ein Bürger bat auch um Tempo 30“. Die verringerte Geschwindigkeit sei erst jüngst beschlossen worden, entgegnete Hümmer. Auch ein Zebrastreifen auf Höhe der neuen Siedlung „Am Triftfeld“ soll kommen.

Etwa auf der Höhe des roten Autos will die Stadt einen Zebrastreifen an der Traunerstraße anbringen.

Eine neue Hecke zwischen der Grünfläche und der Fahrbahn an der Kardinal-Faulhaber-Straße schlug Patrick Nepper (Grüne) vor. Vor rund 20 Jahren habe es schon einmal eine solche Hecke gegeben. „Jetzt parken Autos manchmal komplett in der Wiese oder Baumaterial wird dort abgelegt.“ Auch eine Abtrennung durch Holzbalken sei möglich. Und Robert Sattler (SPD) wünschte sich, dass die Polizei schneller zur Stelle ist, wenn sich Anwohner über lautstarke Partys an der Traun beschweren. „Manche Anwohner konnten sich um 23 Uhr nicht mehr unterhalten wegen den lauten Ghetto-Blastern. Anderthalb Stunden später sei die Polizei erst gekommen, das scheint mir eine lange Zeit.“

xe

Rubriklistenbild: © Eva Schneider/Große Kreisstadt Traunstein

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