Wahlveranstaltung der Unabhängigen Wähler Traunstein

Tradition als zentrales Thema der UW

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Wahlveranstaltung der Unabhängigen Wähler Traunstein.

Traunstein - Die Wahlveranstaltung der Unabhängigen Wähler stand ganz im Zeichen der Tradition. Insbesondere die Vereine zeigten sich mit der Entwicklung sehr zufrieden.

Das Thema Tradition stand bei der Wahlveranstaltung der Unabhängigen Wähler Traunstein auf dem Hochberg im Vordergrund. Es regte die Vertreter der Ortsvereine zu einer engagierten Diskussion an. Dabei zeigte sich auch, dass die Vereine mit der Stadt Traunstein offensichtlich sehr zufrieden sind.

Ausbau der Klosterkirche durch Zuschüsse der Städtebauförderung

Ähnliches offenbarte auch schon eine Zusammenkunft der Kammerer UW-Stadtratskandidaten Christa Siglreitmaier, Albert Rieder und Herbert Ertl mit den Vertretern der Ortsvereine aus der ehemaligen Gemeinde Kammer. Einheitlicher Tenor war auch hier: "In der Zusammenarbeit mit der Stadt geht's uns gut!" Nicht die ureigensten Belange ihrer Vereine waren schon damals im Zentrum der Diskussion; vielmehr wurden auch am Hochberg von den Vereinsvorsitzenden Fragen gestellt wie: "Was ist eigentlich aus dem im Wahlkampf 2008 als möglichen Stadtsaal forcierten Rokokosaal am Stadtplatz geworden?"

Oberbürgermeister Manfred Kösterke erklärte hierzu, dass mit den Privateigentümern des Objekts bereits 2009 nach einer Realisierungsmöglichkeit gesucht worden war, was damals aber an der Finanzierung gescheitert sei. Außerdem läge der Rokokosaal vom Fassungsvermögen her nur in der Größenordnung des vorhandenen Rathaussaales. Alternative dafür sei die Klosterkirche mit bis zu 400 Plätzen Fassungsvermögen. Außerdem wäre sie in Stadteigentum und darüber hinaus ein sanierungsbedürftiges Kulturdenkmal. Durch in Aussicht gestellte Zuschüsse in Höhe von bis zu 60% aus der Städtebauförderung könnte die Klosterkirche sehr wirtschaftlich zu einem schmucken Kulturzentrum in "ehrwürdigem Gemäuer" für Traunstein ausgebaut werden.

Diskussionen über Sanierungen der Sporthallen

Veranstaltungen mit derzeit schon bis zu 320 Besuchern würden zeigen, dass es das immer wieder in diesem Zusammenhang diskutierte Parkplatzproblem gar nicht gäbe – unterstützt auch durch die Tatsache, dass solche Events üblicherweise am Abend stattfinden. Eine weiterer Diskussionspunkt war auch, die Franz-Eyrich-Turnhalle, die ja von TV Traunstein wegen dringend erforderlicher baulicher und energetischer Sanierungsmaßnahmen im vergangenen Jahr zur Disposition gestellt wurde, für große Veranstaltungen zu erhalten. OB Manfred Kösterke – als aktiver Übungseiter Basketball und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des TVT ein wirklicher Kenner dieser Immobilie – stellte klar, dass die Renovierung, insbesondere des Daches, dieses Gebäudes wegen des Brandschutzes und der fehlenden und auch nicht erbringbaren statischen Berechnungen auch für die Stadt Traunstein zu einem finanziellen Abenteuer werden würde. Stadtrat Josef Kaiser (UW) sagte dazu, dass die angestrebte Sporthalle für das AKG (etwa 900 Schüler), die ja auch vom TVT als Ersatzlösung anvisiert wird, als Mehrzweckhalle mit peripheren Räumen für Catering etc. konzipiert werden müsste.

Auch bei dieser Veranstaltung kam das Thema "Güterhalle" wieder auf den Tisch: "Dieses Gebäude müsste eigentlich weggeschossen werden", meinte einer der Anwesenden. Doch die Erklärung, dass ein gleich großer Neubau Kosten in gleicher Höhe – dann aber ohne Gewährung eines 60%-igen Zuschusses aus der Städtebauförderung – verschlingen würde, ließ den Ruf nach Abriss sehr schnell verstummen.

Traditionelles Stadtbild im Zeichen der Salzproduktion

Zum eigentlichen Thema "Tradition" führte Oberbürgermeister Manfred Kösterke aus, dass auch die tradtionserhaltenden Vereine von der Stadt Traunstein unterstützt würden. Er erklärte, dass es von Seiten der Stadt unter anderem eine Förderung der Jugendarbeit gäbe, für die aber auch entsprechende Anträge gestellt werden müssten, damit die Gelder abgerufen werden könnten.

Traunstein war früher eines der Zentren in Sachen Salzgewinnung. Diese Tatsache soll künftig, auch mithilfe der angestrebten Landesgartenausstellung mit dem Thema "Wasser, Salz, Landschaft“ im Stadtbild wieder sichtbar gemacht werden. Auch der Hochberg wäre hier mit einbezogen. Nämlich als Schauplatz eines Zuwegs des "SalzAlpenSteiges", eines von der EU geförderter Premiumwanderweges vom Hallstädter See zum Chiemsee. Der Zuweg führt von Inzell über Siegsdorf in das frühere Zentrum der Salzproduktion Traunstein. Auch dadurch würde der Hochberg eine vermehrte touristische Aufmerksamkeit erfahren.

Dies alles neben dem Radtourismus, der ohnehin schon eine sehr erfreuliche Entwicklung erfahren hat. Im Hinblick auf die stetig wachsende Beliebtheit und Verbreitung der E-Bikes wäre ein Ausbau von E-Bike-Stationen denkbar, so dass auch Menschen, die körperlich nicht mehr ganz so fit sind, den Hochberg per Rad erklimmen könnten. Als Belohnung für die Mühe gäbe es dann den Genuss des exzellenten Ausblickes in alle Richtungen unseres schönen Chiemgaus.

Pressemitteilung Unabhängige Wähler Traunstein

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