Waldkraiburger verurteilt

Mitbewohner ohnmächtig geschlagen und gewürgt

  • schließen

Waldkraiburg - Ein 49-jähriger Waldkraiburger musste sich kürzlich vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Er hatte seinen Mitbewohner ohnmächtig geschlagen und gewürgt.

Das Landgericht Traunstein verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Außerdem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Zwei Attacken binnen weniger Tage

Bereits an einem nicht mehr näher bestimmbaren Tag Anfang Januar schlug der gebürtige Rumäne, laut der Staatsanwaltschaft, mit einem Gürtel, an dem sich eine Metallschnalle befand, so stark auf den Kopf seines Mitbewohners, dass dieser eine stark blutende Platzwunde von mehreren Zentimetern Länge erlitten habe. 

Wenige Tage darauf sei es in der Wohnung des Geschädigten zu einem erneuten Angriff gekommen. Laut dem Polizeibericht gerieten die beiden polizeibekannten Männer nachmittags alkoholisiert in Streit. Laut der Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte mit schweren Stiefeln auf sein Opfer eingetreten und erneut mit dem Gürtel auf ihn eingeschlagen. Dabei habe er ihn auch in lebensgefährlicher Weise gewürgt und dem Gepeinigten den Finger in die Augenhöhle gedrückt. Der Attackierte flüchtete schließlich in eine Nachbarwohnung und rief die Polizei.

Zufällige Zeugin rief Polizei

Um den Konflikt zu lösen, wurde der Mann durch eine hinzugezogene Polizeistreife aus dem Anwesen verwiesen. Dieser suchte jedoch kurz darauf seinen Mitbewohner erneut auf, schlug diesen ohnmächtig und würgte ihn erheblich. Das am Wohnungsfenster ablaufende Geschehen konnte von einer auf dem Gehweg der Erzgebirgsstraße vorbeigehenden Zeugin zufällig beobachtet werden. "Diese bewertete das Erkannte vollkommen richtig und verständigte die Polizei", lobt die Waldkraiburger Inspektion. Die schnell eintreffende Streifenbesatzung konnte den hoch aggressiven Angreifer festnehmen und die notwendigen Erstmaßnahmen treffen.

Die aufgrund der Heftigkeit des Angriffs verständigte Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag und ordnete die Vorführung des Täters beim Ermittlungsrichter an, der noch am tag darauf über die Inhaftierung entschied. Der Angeklagte befand sich seither in der JVA Mühldorf in Untersuchungshaft.

hs

Rubriklistenbild: © dpa/Peter Kneffel (Symbolbild/Montage)

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser