Jetzt geht's um diese Werbung

Nach Bierfilz-Skandal: Werberat droht Hofbräuhaus mit nächster Rüge

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Um diese Werbung des Hofbräuhaus Traunstein geht's: Regt der Spruch "Hilft in Sekunden, wirkt für Stunden" wirklich zu missbräuchlichem Alkoholkonsum an?
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Traunstein - Kaum hat sich die Aufregung um den "Skandal-Bierfilz" mit prallem Dekolleté gelegt, bereitet der Deutsche Werberat schon die nächste Rüge gegen das Hofbräuhaus vor.

Das Werbeplakat ist schon weit über zehn Jahre alt, doch für den Deutschen Werberat in Berlin ist es der nächste Aufhänger, um gegen das Hofbräuhaus Traunstein vorzugehen. "Hilft in Sekunden, wirkt für Stunden", steht über der Weißbier-Werbung. Darauf zu sehen sind Junior-Bräu Maximilian Sailer und seine Frau Birgit auf dem Traunsteiner Stadtplatz. 

Wird hier wirklich zu missbräuchlichem Konsum angestiftet?

Die Abbildung suggeriere, dass der Konsum des Bieres zu einem unbeschwerteren Leben verhelfen könne, so Hofbräuhaus-Geschäftsführer Josef Schumacher am Samstag beim Starkbierfest: "Sie greifen uns schon wieder an, die scheinheiligen Moralisten." Der Werberat will dafür sorgen, dass Werbung rechtlich zulässig ist und auch ethische Grenzen nicht überschreitet. Konkret bei alkoholartigen Getränken soll Werbung nicht zum missbräuchlichem Konsum anstiften.

Wegen diesem Bierfilz bekam das Hofbräuhaus 2017 schon eine Rüge vom Werberat.

Noch ist die offizielle Rüge des Werberats nicht ausgesprochen, aber beim Hofbräuhaus wird man damit umgehen können: Schon Ende 2017 erhielt die Brauerei eine Rüge wegen des "Skandal-Bierdeckels" - der Spruch "Was darf's sein?" über dem Dekolleté einer Bedienung mit zwei Mass Bier gefiel dem Werberat auch schon nicht, diskriminierend und sexistisch sei er. Zuvor prangerte auch die Zeitschrift "Emma" die Werbung an und wollte einen Shitstorm gegen die Brauerei lostreten. Auch wegen eines vermeintlich rassistischen Plakats geriet das Hofbräuhaus Traunstein schon in die Kritik

xe

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