Abriss der Baywa wohl schon im Januar

Es wird konkreter: Was passiert westlich des Bahnhofs?

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Laut Traunsteiner CSU soll ein städtebauliches Konzept für das große Areal rund um die Güterhallenstraße Anfang nächsten Jahres stehen.

Traunstein - Was passiert auf der Brachfläche entlang der Güterhallenstraße rund ums BayWa-Gelände? Die Rede ist von einem Hotel, einem Parkhaus, Wohnen und Gewerbe - der BayWa-Abriss beginnt schon im Januar.

Um die zukünftige Entwicklung des Geländes westlich des Traunsteiner Bahnhofs ging es in erster Linie bei der Diskussionsveranstaltung „60 Minuten Stadtpolitik“ des CSU-Ortsverbands Traunstein im Hofbräustüberl. Der Ortsvorsitzende Dr. Christian Hümmer stellte den Besuchern das städtebauliche Entwicklungskonzept des Bahnhofsquartiers als Diskussionsgrundlage vor. 

Areal westlich des Bahnhofs

Demnach soll die Güterhallenstraße an die Schiene verlegt werden. Ein Parkhaus mit rund 300 Stellplätzen neben der Güterhallenstraße soll als Schallschutz für die dahinter liegende Bebauung mit Gewerbe, Wohnen und Hotellerie dienen. Die Güterhalle werde es im Altbestand nicht mehr geben, so Hümmer. Beim Beschluss des Stadtrats über das städtebauliche Konzept werde auch das Problem Güterhalle gelöst. Aber auch das Problem der Anbindung der Güterhallenstraße bei der Wegscheid müsse gelöst werden, war ein Einwand. Dies sei bisher kein Diskussionspunkt, sagte Hümmer. 

Robert Heigl wollte wissen, ob die Häuser der BayWa blieben, wenn die BayWa dort rausgehe. Hümmer sagte, er gehe davon aus, dass sich dies ändere, sobald dort Baurecht vorhanden sei. Investor Herbert Röde ergänzte, dass voraussichtlich im Januar mit dem Abbau der BayWa-Gebäude begonnen werde. Im Mai werde das mit Altlasten belastete Erdreich entsorgt. „Wir werden bis Mitte 2018 unsere Hausaufgaben gemacht haben“, so Röde. Dann liege es am Stadtrat und in Traunstein extrem an der Stadtverwaltung, was sie wollen. Bei einem Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren könne die neue Bebauung in eineinhalb Jahren verwirklicht werden. 

Städtebauliches Gesamtkonzept Anfang 2018

Gefragt wurde ebenfalls nach einer Kindertagesstätte, einem Kinderspielplatz und einem Café. Hümmer erklärte, dies alles sei möglich. Die Stadt könne den rechtlichen Rahmen dafür schaffen. Ein Teilnehmer wollte wissen, was mit dem Platz zwischen dem Annette-Kolb-Gymnasium geschehe, der durch die Verlegung der Güterhallenstraße entstehe. Hümmer meinte, diesen könne man so gestalten, dass sie chaotische Situation am Gymnasium beseitigt werde, zum Beispiel durch einen Parkplatz oder eine Bushaltestelle. 

Auf die Frage bezüglich der Eigentumsverhältnisse antwortete Hümmer, was geplant werde, geschehe mit Einverständnis der Eigentümer, die in die Planungen eingebunden seien. Das Schlimmste wäre, wenn dort wieder gestückelt werde, meinte ein Diskussionsteilnehmer. Deshalb erteilte Hümmer auch der Feststellung, im westlichen Teil könne es doch schon losgehen, eine Absage. „Der Stadtrat möchte der Gebiet zusammen entwickeln.“ Alfred Maier fand die Idee als ganzes richtig, aber es bedürfe einer enormen städtebaulichen Bearbeitung. Mit einem Grundsatzbeschluss sei eine ganze Menge geschafft, so Hümmer. Anfang 2018 werde man ein städtebauliches Konzept haben. Dann könne ein Bebauungsplan ganz schnell kommen

Klosterkirche und Sparpolitik

Otto Baur wollte wissen, wie es bei der Klosterkirche weitergehe. Nachdem der Denkmalschutz erledigt sei, werde seit November gebaut, sagte Hümmer. Röde wollte wissen, ob es richtig sei, dass der Kirchenmaler aus Zeitgründen im Januar anfange, das Dach aber erst im April drauf komme. Normalerweise geschehe so etwas umgekehrt. 

Zur Kinderbetreuung sagte Hümmer, die CSU habe stets den Standpunkt vertreten, dass Haushaltsdisziplin und Prioritätensetzung bei den Kindern zusammengehörten. „Für die CSU-Fraktion war immer klar, dass bei der Kinderbetreuung Personal nicht gekürzt wird.“ Dort Personal wegzunehmen sei nie Zielsetzung der CSU gewesen. Mit der Haushaltsdisziplin werde es dennoch nicht vorbei sein. Die CSU-Fraktion werde beim anderen Personal der Stadtverwaltung weiterhin kritisch nachschauen. Aber beim Umgang mit der Jugend zeige sich, wie viel Prestige eine Stadt habe. 

Entscheidend sei die Rückmeldung von den Eltern. Sie hätten jahrelang mitbekommen, dass die Stadt wenig Geld habe, aber in große Projekte investiere. Dies könnten sie nicht verstehen. Zur Kritik an den Defizitverträgen mit anderen Trägern von Kindertagesstätten sagte Hümmer, wenn diese es nicht machten, müsse es die Stadt Traunstein selbst machen. 

Bjr

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