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Zum Welthundetag am 10. Oktober

Spürnasen der BRK-Rettungshundestaffel leisten bei schwierigen Einsätzen wertvolle Hilfe

Rettungshund des BRK Traunstein beim Training
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Mit Hilfe von ausgebildeten Rettungshunden können große und schwer zugängliche Gebiete in vergleichsweise kurzer Zeit abgesucht und vermisste Personen zügig gefunden werden.

Die BRK-Rettungshundestaffel leistet bei schwierigen Einsätzen wertvolle Hilfe.

Meldung im Wortlaut

Traunstein - Eine Person wird bei Minusgraden in schwer zugänglichem Gelände vermisst und kann selbst keinen Notruf absetzen? Oder jemand wurde bei einem Bau-Unfall verschüttet und muss dringend geortet werden? Dann zählt jede Minute und die Rettungshundestaffel des Rotkreuz-Kreisverbandes Traunstein kommt zum Einsatz. Mit Hilfe der empfindlichen Nasen der Hunde können Gebiete in einem Bruchteil der Zeit durchsucht werden, die Menschen ohne diese Unterstützung benötigen würden.

Hunde sind wahre Spürnasen

Während wir Menschen Eindrücke viel stärker über die Augen und Ohren wahrnehmen, spielt für den Hund der Geruchssinn die zentrale Rolle. 125 bis 220 Millionen Riechzellen besitzen Hunde in ihrer Nase, beim Menschen sind es gerade einmal 5 Millionen. Damit können Hunde rund hundertmal so viele Gerüche unterscheiden wie Menschen.

Diese große Stärke der Hunde setzen die ehrenamtlichen Helfer der Rettungshundestaffel bei ihren Einsätzen gezielt ein – egal ob bei einer Trümmer- oder Flächensuche. Die Traunsteiner Staffel zählt derzeit 23 aktive Hundeführer mit 13 geprüften Flächen-Rettungshunden, einem geprüften Trümmerhund und einem geprüften Mantrailer.

Mantrailing kann Leben retten

Das Mantrailing ist eine Suchart, bei der Rettungshunde lernen, die Spur eines Menschen anhand von mikroskopisch kleinen Zellverbänden zu verfolgen. Zusätzlich befinden sich derzeit zehn Hunde in der Ausbildung zum geprüften Flächenhund und drei in der Trümmerhunde-Ausbildung.

Die anspruchsvolle Ausbildung für Hund und Hundeführer dauert rund 2,5 Jahre. Dabei gilt es einige Hürden zu meistern: den Eignungstest für den Hund, die Lehrgänge für die Hundeführer und diverse Übungsszenarien. Jede Woche wird bei der Traunsteiner Staffel zweimal geübt, um für möglichst viele Einsatzszenarien gerüstet zu sein. 

Neben dem Training stehen auch regelmäßige Weiterbildungen auf dem Programm. So hat beispielsweise Staffelleiterin Claudia Schaffner-Konarski unlängst den umfangreichen Lehrgang zur Zugführerin erfolgreich abgeschlossen. Darin wurden Inhalte wie Logistik, Strukturierung von Einsatzgebieten, Evakuierungen, Verlegen von Einheiten oder Führen in besonderen Lagen vermittelt.

Die Traunsteiner BRK-Rettungshundestaffel finanziert sich übrigens ausschließlich über Spenden. Alle Rettungshundeführer machen ihre Arbeit ehrenamtlich, Übungen und Weiterbildungen finden in der Freizeit statt. Ziel der Helfer ist es, Leid zu minimieren und Menschenleben zu retten. Dafür sind sie rund um die Uhr alarmierbar – an 365 Tagen im Jahr.

Pressemitteilung des BRK Traunstein

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