Podiumsdiskussion: "Sterben ist auch Leben"

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Traunstein - Das schwierige Thema Sterbehilfe ist bei einer Podiumsdiskussion des Katholischen Bildugnswerks mit politischer, kirchlicher und fachlicher Beteiligung erörtert worden:

Das Katholische Bildungswerk Traunstein hat am Samstag, den 1. Dezember, im Rahmen seines Schwerpunktthemas „Hospiz – weil Sterben auch Leben ist“ zur Podiumsdiskussion zum Thema „Sterbehilfe? Lebenshilfe?“ im Gasthaus Schnitzelbaumer eingeladen. Hierzu erschienen MdB Angelika Graf (SPD), Diakon Klaus Wendel seines Zeichens Krankenhausseelsorger im Klinikum Traunstein und Gerhart Groß Mitglied der Gesellschaft für humanes Sterben. Die Moderation übernahm Johannes Glück ein Mitarbeiter des Katholischen Bildungswerkes.

Eingeleitet wurde der Abend mit der Begrüßung durch Ursula Lay der Vorsitzenden des Katholischen Bildungswerkes. MdB Angelika Graf zeigte anfänglich gleich die Aktualität und Brisanz des Themas auf. Sie berichtete über den derzeitigen Stand des, von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurfs, zum Verbot von kommerziellen Sterbehilfeangeboten. Schnell wurde klar, dass es den Teilnehmenden Podiumsgästen, weniger um das Thema Sterbehilfe und mehr um das Thema Lebenshilfe ging. Die Frage war hier nicht was sollte erlaubt sein und was verboten, sondern wie kann man den sozialen, physischen und psychischen Schmerz von Leidenden nehmen. So berichtete Klaus Wendel aus seiner Praxis in der Palliativstation im Klinikum Traunstein, dass viele Patienten die mit einem Sterbewunsch auf diese Station kamen, nach einigen Tage „über die Gänge hüpfen“. Auch Gerhart Groß richtete den Fokus auf die Sterbebegleitung, im Gegensatz zu den anderen Gästen, befürwortete er die Möglichkeit „sich die Option, des begleiteten Suizid offen zu halten“, da das den Druck von den Leidenden nehme. Er nannte Zahlen aus der Schweiz, die verdeutlichten, dass allein durch die persönliche Begleitung und Unterstützung von Sterbewilligen die Zahl der tatsächlichen Suizidanten, auf einen Bruchteil der Begleiteten sank. Fazit der Veranstaltung war die einstimmige Zustimmung zu einem Ausbau der Begleitung von Sterbenden und Leidenden.

Pressemitteilung Johannes Glück (Katholisches Bildungswerk Traunstein)

Rubriklistenbild: © pa

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