"Neue sportliche Zeitrechnung"

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Traunstein - Für das neue Sportzentrum in Empfing fand nun das Richtfest statt. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2013 geplant.

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Die bis in die letzten Tage anhaltende gute Witterung, die gute Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Traunstein, den Planern und ausführenden Firmen sind dafür verantwortlich, dass bereits nach 18 Wochen Bauzeit beim Mehrzweckgebäude im Sportzentrum Empfing am Dienstagnachmittag vor rund 50 geladenen Gästen aus der Stadtpolitik, am Bau beteiligten Personen sowie aus der Kreditwirtschaft Richtfest gefeiert werden konnte. Alle würden bei dem Bau an einem Strang ziehen. Für die Stadt habe „eine neue sportliche Zeitrechnung“ begonnen, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke in seiner Ansprache. Er führte weiter aus, das Mehrzweckgebäude, das - behindertengerecht ausgestattet – künftig neben einem Umkleide- und einem Sanitärbereich außerdem ein Büro, Toiletten, einen Schulungsraum und eine Vereinsgaststätte umfasst, sei „das Herz der künftigen Sportstätte“. 470 Sitzplätze und 100 Stehplätze umfasst die Tribüne auf der die Fußballfans künftig ihre Mannschaften spielen und siegen sehen können.

Der Oberbürgermeister ging in seiner Rede nochmals kurz auf den Hochwasserschutz ein: man habe das Gebäude so gebaut, dass ihm auch ein 100-jähriges Hochwasser der rund 25 Meter entfernten Traun nichts anhaben könne. Zusätzliche Maßnahmen seien eingebaut, die einen weiteren Meter an ergänzendem Schutz bieten. Die Kosten des Gebäudes beziehungsweise des gesamten Sportzentrums werden überwiegend durch den Verkauf des Areals „Triftstadion“ gezahlt. Ergänzend kommen noch Zuschüsse des Bayerischen Landessport-Verbandes und ein Darlehen der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg hinzu, die das Stadtoberhaupt ausdrücklich in seinen Dank mit einbezog. Das Gebäude liege bei Kosten von rund 2,6 Millionen Euro und sei mit einer Kostensteigerung von sieben bis acht Prozent „ein ganz passables Ergebnis“ betonte er.

In der Region sei es über das Zusammenwirken von Stadt, Verein und BLSV (und damit dem Freistaat Bayern) das größte ÖPP-Projekt (Öffentlich-private Partnerschaft). Man wolle mit der Sportanlage in Empfing keine Profisportanlage errichten, sondern eine „zeitgemäße Anlage für Alle“ schaffen. Um nächstes Jahr im Sommer termingerecht fertig zu sein brauche man einen weiter so guten Verlauf der Baumaßnahme, wozu insbesondere auch die Unfallfreiheit der am Bau tätigenden Handwerker gehöre. „Die Zweite Halbzeit hat begonnen, hoffen wir, dass wir ohne Verlängerung am Ende siegreich sind“ sagte er in Anspielung auf die Dauer eines Fußballspiels.

Richtfest für neue Sportstätte in Empfing

Richard Hagenauer, Bauleiter der Stadt Traunstein für das Bauvorhaben, sprach von einer gelungenen Planung und auch einer zeitlich weitgehend optimalen Ausführung, was sich auch nicht dadurch ändere, dass der Dachstuhl erst mit einer dreiwöchigen Verzögerung aufgestellt werden konnte. Man habe ausschließlich mit leistungsfähigen, regionalen Firmen zusammengearbeitet und nur gute Erfahrungen gemacht.

Zum Abschluss der 45-minütigen Feier sprach Zimmerermeister Franz Kumpfmüller von der Firma Holzbau Obermeier, Bad Endorf unter der „Krone des Gebäudes“ nach gutem altem bayerischen Brauch den Richtspruch, der neben dem auf den Boden werfen eines zerspringenden Weinglases auch ein Bitt- und Segensgebet um „Frieden, Eintracht, Gottes Segen und Sicherheit auf allen Wegen“ und ein „hoch“ auf alle diejenigen beinhaltete, die an dem Haus mitgebaut haben.

awi

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