SPD-Senioren bestätigen ihren Vorstand

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Der einstimmig gewählte neue Vorsitzende der SPD-Senioren im Landkreis Traunstein, dem Arbeitskreis 60plus, ist ganz der Alte: Jörg Weickl aus Ettenhausen. Erste Gratulanten waren die Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Traudl Wiesholer-Niederlöhner und ihr Kreistagskollege Dirk Reichenau.

Traunstein - Bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD wurde Jörg Weickl einstimmig als Vorsitzender bestätigt.

 „Endlich bin ich mal der Jüngste im Raum“, scherzte SPD-Kreisvorsitzender Dirk Reichenau anlässlich seines Grußwortes bei der Jahreshauptversammlung der SPD-Senioren im Landkreis, kurz 60plus. Im Traunsteiner Gasthof Haidforst wählten die zahlreich erschienenden Anwesenden Jörg Weickl aus Ettenhausen für weitere zwei Jahre einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Stellvertreter ist Peter Ritter aus Unterwössen. Gastreferentin war Annette Köhler, die ihr Projekt „Wunschgroßeltern“ vorstellte. Jörg Weickl berichtete von den Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft des abgelaufenen Jahres. Themen öffentlicher Veranstaltungen waren Altersarmut, die Arbeit von Seniorenbeiräten, die Pflegeversicherung und häusliche Pflege. „Wir gehören nicht zum alten Eisen“, sagte der Vorsitzende und forderte die Mitglieder auf, entsprechend des Mitgliedsanteils der über 60jährigen in der SPD, zur Aktivität in allen Gremien auf. Dies wurde auch von der stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Monika Berlitz aus Bergen unterstützt. Sie wies darauf hin, daß über 60jährige in der Gesellschaft in verantwortlichen Positionen maßgebliche Arbeit leisten – und nicht nur dort. Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Traunsteins dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner, bat die AG 60plus, sich verstärkt mit Rente, Wohnen im Alter und Mobilität auseinander zu setzen.

Biotonne wird Standard

 Dem Wunsch der Versammlung, über den Stand der Dinge bei der Abfall- und Wertstoffversorgung des Landkreises zu berichten, kam Kreisrat Dirk Reichenau nach. Der Gesetzgeber fordert die kommunalen Ebenen auf, spätestens ab 2015 den Bürgern sowohl für Biomüll als auch für Wertstoffe im Müll ein Abhol- und Verwertungssystem anzubieten. Für den Biomüll plane der Landkreis eine Verwertungsschiene mittels Biotonne und anschließender Vergärung zur Herstellung von Methangas über den ZAS (Zweckverband Abfallwirtschaft Südostoberbayern) in Burgkirchen, bei der Einsammlung und Verwertung der festen Wertstoffe verweigerten sich alle anderen Fraktionen im Kreistag dem von der SPD favorisierten Abholsystem mittels Wertstofftonne mit der Begründung, die Wertstoffhöfe unbedingt erhalten zu wollen. Traudl Wiesholer-Niederlöhner widersprach der mehrfach in der Öffentlichkeit vorgetragenen Aussage des Landrats, daß ein Nebeneinander von Wertstoffhöfen und Wertstofftonnen unmöglich sei. Wiesholer-Niederlöhner berichtete anschließend über die Arbeit der Notrufzentrale (Ruf: 112) in Traunstein, die für vier Landkreise und 105 Gemeinden tätig ist, 290 Feuerwehren dirigieren muß und 2012 über 60.000 Einsätze abwickelte. Auch die Versorgung mit Hausärzten sei rückläufig: von den 130 Hausärzten im Landkreis seien 33 über 60 Jahre alt; im Verhältnis zu vergleichbaren Landkreisen ein guter Versorgungsgrad. Ein wichtiges Thema sei auch die Grundsicherung im Alter. Im Landkreis gebe es 1035 Berechtigte dieser staatlichen Grundsicherung, davon sind 58 % Frauen und 42% Männer, seit 2006 sei ein Anstieg dieser Zahlen um 22% zu verzeichnen. Betroffen seien Menschen, die mit einem monatlichen Einkommen von unterhalb 752,- € auskommen müssen.

 Ehrenamtliche Wunsch-Großeltern gesucht

Annette Köhler aus Wonneberg berichtete über ihr Projekt „Wunschgroßeltern, bei dem interessierte Senioren und Familien mit Kindern einander finden können.“ Gesucht würden Ehrenamtliche, die ein bis zwei Mal die Woche Kinder betreuen, um Eltern zu entlasten. Derzeit übersteige der Wunsch von Familien nach Kinderbetreuung das Angebot von Omas und Opas. Köhler ermunterte die Anwesenden, sich über einen eigenen „Einsatz“ als „Wunschgroßeltern“ Gedanken zu manchen. Den Kontakt zum Projekt stellt das Sekretariat der Diakonie in Traunstein, Telefon 0861/9898-0 her.

Pressemitteilung SPD-Senioren Traunstein

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