SPD diskutierte über Zukunft des Bahnhofs

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Traunstein - "Wie geht es weiter mit dem Bahnhofsgelände?" Diese Frage stellte sich der SPD-Ortsverein beim letzten Gespräch im Sailer Keller.

Bei der letzten Gesprächsrunde des Traunsteiner SPD-Ortsvereins und der Stadtratsfraktion mit interessierten Bürgern im Gasthof Sailer Keller stand die Zukunft des Bahnhofsgeländes im Mittelpunkt.

Fraktionssprecherin Ingrid Bödeker wies darauf hin, dass die leerstehenden Gebäude und die verlassenen Gütergleise ein klassisches Beispiel dafür sind, wie Traunstein weiter entwickelt werden kann. In einem ersten Schritt solle die ehemalige Güterhalle ausgebaut werden, um dem Jugendtreff nach dem Umbau des Alten Kurhauses wieder eine neue Heimat zu geben und auch die Schule der Phantasie dort mit aufzunehmen.

Die Stadt habe das Gebäude mit Umgriff inzwischen von der Bahn erwerben können, und die Regierung von Oberbayern habe Mittel aus der Städtebauförderung in Aussicht gestellt. Die Jugendlichen hätten zusammen mit der Schule der Phantasie bereits konkrete Vorstellungen über ihr neues Domizil geäußert. Wichtig sei ihnen neben Foyer, Büro und Küche ein Veranstaltungsraum mit Bühne, außerdem Räume, wo die Bands ungestört proben können, und ein Tonstudio, berichtete Bödeker. Eine im Gebäude integrierte Skaterrampe sei ein weiterer großer Wunsch der Jugendlichen. Im Zuge der Nachbarschaft mit der Schule der Phantasie könnten auch Räume gemeinsam genutzt werden, so die Stadträtin.

Auf jeden Fall biete der geplante Jugendtreff viel mehr Platz als die Räumlichkeiten im Alten Kurhaus, wo wegen des Brandschutzes nicht alle Räume zur Verfügung standen. Ob es schon einen Zeitplan gebe, wollte Helmut Köppl wissen. Stadtrat Sepp Hinterschnaiter erläuterte, dass vor einer konkreten Planung noch Untersuchungen durchgeführt werden müssten, so dass ein Baubeginn noch nicht in Sicht sei.

Den Standort am Bahnhof sah Otto Blaß als sehr günstig an. Er sei zentral gelegen, nahe bei den Schulen und gut erreichbar. Er sprach sich jedoch dafür aus, dass im Zuge der Planungen auch mit den Anwohnern gesprochen werde. Armin Brunner begrüßte es, dass der Jugendtreff nun eine dauerhafte Bleibe erhalten werde. Er habe selbst zwei Söhne und halte diese Einrichtung für ganz wichtig, wo sich Jugendliche zwanglos treffen können, ohne etwas konsumieren zu müssen. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die ein Jugendtreff bietet, sehe er sehr positiv.

Die weiteren Planungen am Güterbahnhof stellte Stadtrat Peter Forster vor. Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Projektentwicklung hatte zum Ergebnis, ein von der EU gefördertes Kompetenzzentrum für alpines Bauen dort anzusiedeln. Die Federführung habe dabei die Handwerkskammer für München und Oberbayern. Die Nutzer der Einrichtung sollen die Alpenländer sein, besonders gehe es um die energetische Sanierung von Gebäuden im Alpenraum und den Erhalt der alpinen Baukultur. . Ebenso sollen Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche dort entstehen und Kurse für Weiterbildung angeboten werden. Im Zuge dieses Projekts müssten auch Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werde, etwa ein Gästehaus für Auszubildende und Besucher der Betriebe. Der Ortsvorsitzende Christian Kegel begrüßte die Planungen und hoffte, dass bald weitere konkrete Schritte eingeleitet werden können. Traunstein als Standort mittelständischer Betriebe und als Schulstadt könne so seinen Status als künftiges Oberzentrum weiter ausbauen.

Mit Nachdruck sprach sich die Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner dafür aus, am Bahnhof einen weiteren Beherbergungsbetrieb zu errichten, der auch für Touristen interessant sei. Das Jugendherbergswerk habe schon Interesse bekundet. Seit immer mehr Privatvermieter aufgeben und die Jugendherberge geschlossen wurde, fehlen In Traunstein Unterkünfte für Wanderer und Radtouristen, die auf diese Weise geschaffen werden könnten. Auch dafür sei der Bahnhof der absolut richtige Standort.

Pressemeldung SPD Traunstein

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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