Alles ganz regional beim Apfelmarkt

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Die Besucher des Apfelmarktes konnten sich einen Überblick über die Vielfalt der heimischen Apfelsorten verschaffen.

Traunstein - Der Traunsteiner Apfelmarkt hat einmal mehr die Vielfalt der regionalen Produkte gezeigt. Dort gab es alles vom Apfelsaft bis zu Obstholzmöbeln.

Zum 12. Mal fand auf dem Stadtplatz der Traunsteiner Apfelmarkt, eine Initiative der Agenda 21 der Stadt Traunstein, statt. Veranstalter war der Landschaftspflegeverband gemeinsam mit dem Bund Naturschutz und der Stadt Traunstein.

Bedingt durch den „Goldenen-Oktober-Sonntag“, so die treffende Formulierung von Oberbürgermeister Manfred Kösterke in seiner Begrüßungsansprache, kamen sehr viele Besucher, um sich an 24 Ständen rund um die Themen „Apfel“ und „Regionalität“ zu informieren. Die Produkte stammten ausschließlich von Streuobstwiesen im Chiemgau und Rupertiwinkel. „Was könnte schöner sein, als auf die Schönheiten und den Reichtum der Region hinzuweisen, die nicht nur von Plantagen, sondern von den Streuobstwiesen kommen“, sagte der Oberbürgermeister. Er wies zugleich auf die breite Palette von heimischen Produkten hin, die außerdem angeboten wurden, wie zum Beispiel Honig, Marmeladen oder Obstbrände.

Den Verbänden wie dem Landschaftspflegeverband, Forum Ökologie, Bund Naturschutz, Fachberater für Gartenbau und Landespflege im Landratsamt, Landesverband für Vogelschutz und Greenpeace wünschte Kösterke, dass sich möglichst viele Besucher bei ihnen finden und beraten lassen mögen, damit sie wüssten, in welch gesegneter Region sie zuhause seien oder Urlaub machten. Der Traunsteiner Apfelmarkt biete ihnen zudem die Gelegenheit, die Produkte aus der Region bewusst wahrzunehmen.

Den kirchlichen Segen erbaten katholische Pastoralreferentin Edith Heindl und der evangelische Pfarrer Barthel Pichlmeier. Heindl sagte, dass wir in einem reichen Land lebten. Dies sei jedoch nicht selbstverständlich, sondern es sei uns geschenkt. Pichlmeier zitierte Franz von Assisi, dass sich Gott in den Pflanzen, den Tieren und in allen Geschöpfen zeige. Er sei ein Bruder zu den Geschöpfen und bemühe sich um ein entsprechendes Klima zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Tier, Mensch und Natur. „Der Mensch kann nicht ohne Beziehung zur Umwelt leben“, so der Pfarrer. Der Mensch könne sich nur als Teil der Schöpfung Gottes verstehen.

Im Anschluss an die weltliche und kirchliche Eröffnung des Traunsteiner Apfelmarktes konnten sich die Besucher von der guten Qualität der zahlreichen Apfelsorten und der durch die Erzeuger selbst verarbeiteten Produkte wie Apfelsaft, Apfelmost, Apfelessig und Dörrobst überzeugen. Der Südostbayerische Verband der Obst- und Kleinbrenner bot feine Obstbrände an. Die evangelische Gemeindejugend, der Pfadfinderstamm der Lindl-Ritter sowie einige Selbstvermarkter verkauften Kuchen, Kücheln, Bratäpfel, aber auch Suppen. Der Förderverein Qualitätsholz stellte zusammen mit einer Traunsteiner Schreinerei Obstholzmöbel vor und baute mit Kindern Vogelhäuschen. Eine Baumschule aus Poxdorf gab Tipps zur Pflanzung, Pflege und Veredelung von Obstbäumen.

Wie Geschäftsführer Jürgen Sandner und Katharina Herrmann vom Landschaftspflegeverband Traunstein betonten, sollte mit dem Traunsteiner Apfelmarkt einmal mehr die Bedeutung des vom Landschaftspflegeverband unterstützten Streuobstanbaus ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. Streuobstwiesen prägten unsere Kulturlandschaft und böten zudem Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Den Besitzern von Streuobstwiesen soll daher mit dem Traunsteiner Apfelmarkt eine Möglichkeit geboten werden, ihre Produkte in einem angemessenen Rahmen direkt zu vermarkten.

bjr

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