Salzachbrücke: Ein Brief an die Kreisräte

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Traunstein - Der Verein Vernunft statt Salzachbrücke e. V. hat in der Jahreshauptversammlung beschlossen, in Sachen Salzachbrücke in die Offensive zu gehen. Er äußert zahlreiche Bedenken:

So hat es der 1. Vorsitzende des Vereins, Sepp Frech, ausgedrückt. Anlass ist die Tatsache, dass im Investitionsplan des Landkreises Traunstein für 2014 nochmals 300.000 Euro für die Brücke eingestellt werden sollen und damit zu rechnen sei, dass noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden soll.

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Als erster Schritt wurde beschlossen, noch vor der geheimen Sitzung des Haushaltsausschusses des Kreistages am Mittwoch, 20.2.13, in einem Brief an die Kreisräte zu appellieren, der geplanten Investition nicht zuzustimmen. Da an diesem Mittwoch das Investitionsprogramm mit den 300.000 Euro und die weiteren Gelder zum Bau der Brücke in geheimer Sitzung vorbeschlossen werden sollen, will der Verein in dem Brief darauf aufmerksam machen, dass in einem sogenannten FFH-Gebiet ein solches Projekt keine Aussicht auf Verwirklichung hat und nicht noch weitere Steuergelder dafür aufgewendet werden sollten. Weiter heißt es in dem Brief, dass das Projekt zu Kostensteigerungen geführt habe, von 22,4 auf 40 Millionen und am Ende über 50 Millionen kosten werde. Diese Kosten seien, durch den schlechten Seetonuntergrund, der eine Gründung bis 70 Meter Tiefe erfordert und die hohen naturschutzrechtlichen Auflagen verursacht. Nach Ansicht von Frech sind solch hohe Kosten in keiner Weise mehr gerechtfertigt für eine Kreisbrücke von nur lokaler Bedeutung und geringem Verkehrsaufkommen.

Außerdem wird hervorgehoben, dass der Umweltsenat der Republik Österreich in einem Bescheid vom März 2012 darauf hingewiesen hat, dass der unsichere Untergrund dafür verantwortlich gemacht wird, dass bei einem solchen Bauwerk sich „unkontrollierte Vorgänge in einer Anlage ergeben und das unmittelbar oder später zu einer ernsten Gefahr für die menschliche Gesundheit oder Umwelt führt.“

Abschließend heißt es im Schreiben: „Wir fordern, dass zunächst erst einmal keine weiteren Gelder für die Brücke bereitgestellt werden, solange die wesentlichen Unsicherheiten nicht ausgeräumt worden sind. Es beweist Mut, ein Projekt zu stoppen, wenn die Hindernisse zu groß werden – in diesem Fall kann es so werden.“

Pressemitteilung Vernunft statt Salzachbrücke e.V.

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