In Traunstein war das "weiße Gold"

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Die Delegationen überreichten Oberbürgermeister Manfred Kösterke (links) Geschenke. Von den polnischen Schülern bekam der Rathauschef einen Bildband mit Aufnahmen aus Thorn, dem Geburtsort des Astronomen Nikolaus Copernicus.

Traunstein - Jugendliche aus Italien, Spanien und Polen konnten im Rahmen eines europäischen Schüleraustauschs eine Woche lang die Stadt Traunstein und den Chiemgau kennenlernen.

Höhepunkt des Aufenthalts war ein Empfang von Oberbürgermeister Manfred Kösterke im "Alten Saal" des Rathauses.

Die Jugendlichen und ihre Lehrer interessierten sich im Gespräch mit dem Oberbürgermeister vor allem für die Geschichte von Traunstein, über die Kösterke in fließendem Englisch berichtete. Vor allem ging er auf die Bedeutung des "weißen Goldes" ein: So lernten die Gäste, dass die Stadt in früheren Zeiten ihren Wohlstand dem Salzhandel und der Salzgewinnung in der Saline verdankte.

Auch wenn sich die Schüler mit Fragen eher zurückhielten, folgten sie aufmerksam den Erläuterungen zur Stadtgeschichte und zu Papst Benedikt XVI., der in den katholischen Heimatländern der Besucher mindestens so beliebt ist wie in seiner "Vaterstadt" Traunstein. "Nur gut, dass wir noch einige Papst-Prospekte in englischer und italienischer Übersetzung zum Verteilen haben", meinte Kösterke.

Nach einer kleinen Stärkung mit Getränken und Butterbrezen konnten sich die Schüler bei einem Stadtspaziergang auf die Spuren von Papst Benedikt XVI. begeben. Nicht fehlen durfte ein Abstecher im Heimathaus, wo Dr. Jürgen Eminger die Gäste erwartete, um ihnen das historische Stadtmodell zu erläutern.

Während ihres Aufenthalts im Chiemgau waren die Jugendlichen in Familien von Schülern der Reiffenstuel-Realschule untergebracht. Seit zwei Jahren beteiligt sich die Traunsteiner Schule am Comenius-Programm der Europäischen Union, durch das der Schüleraustausch auf europäischer Ebene gefördert werden soll. Betreut wurden die Austauschschüler von den Lehrerinnen Elen Gotzmann und Brigitte Heinrich, die zusammen mit Rektor Thomas Kaspar auch bei dem Empfang im Rathaus teilnahm.

Die Schüler kamen aus Salamanca in Spanien, aus Thorn und Lubicz in Polen sowie aus der süditalienischen Gemeinde Santi Cosma e Damiano. Im nächsten Jahr werden sich Schüler und Lehrer der vier Schulen in Polen wiedertreffen und eine Woche in Thorn, dem Geburtsort des Astronomen Nikolaus Copernicus, verbringen.

re/Chiemgau-Zeitung

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