Birkhuhn auf dem Gipfel begegnet

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Gleich mehrmals wird das Dürnbachhorn (1770 Meter) bestiegen.

Reit im Winkl - Für vier Tage bezogen Mitglieder der Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins (DAV), Sektion Traunstein, die Traunsteiner Hütte auf der Winklmoosalm.

Auf dem Programm stand unter der Leitung des DAV-Touren-Jugendreferenten Georg Hermannsdorfer unter anderem ein Aufstieg auf Tourenskiern aufs 1770 Meter hohe Dürnbachhorn. Das bedeutete Felle über die Ski ziehen und Verschüttungssuchgerät umschnallen, bevor sich die Karawane in Bewegung setzte. Wenig später werden die ersten Felle noch mit Panzertape verstärkt, damit es weniger rutscht. Bei der Bergstation des Sesselliftes ist der Faulenzergipfel.

Ein Teil der Gruppe bleibt hier, die übrigen gehen zu Fuß auf den Gipfel und werden dort mit dem seltenen Anblick des scheuen Birkhuhns voll belohnt. Nur acht Meter vom Gipfelkreuz entfernt sitzt es auf einer Latsche. Stören darf man diese Tiere nicht, da jede Flucht eine Menge Energieverlust und am Ende sogar den Tod durch Verhungern bedeuten kann.

Den Höhepunkt bildete, wie immer, die Abfahrt: Im Schweinsgalopp ging's hinunter - je steiler, desto besser. Die Schneearten wechselten zwischen angefrorenen Spuren, windgepresstem Schnee und Pulver.

Zwischendurch ist noch eine Lawinenübung angesagt. Zwar begeben sich die Jugendlichen nur bei sicheren Verhältnissen auf Tour und lernen die Gefahren erkennen ("Vermeidung ist höchstes Gebot, im Zweifelsfall immer verzichten"), aber es kann ja sein, dass andere, die unvorsichtiger sind, verschüttet werden. Und dann ist Hilfe angesagt.

Bei der Übung werden drei "Pieps-Geräte" vergraben und sollen per Sonde und Schaufel innerhalb von 20 Minuten gefunden und ausgegraben sein. Es wird auch geschafft.

Das Dürnbachhorn wird mehrmals bestiegen, eine ganz fitte Gruppe bewältigt auch den Peitlingkopf mit insgesamt 1100 Höhenmetern.

Chiemgau-Zeitung

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