Traunsteiner Liste will Energie sparen

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Traunstein - Die ausgefeilte Energietechnik im Neubau des Anette-Kolb-Gymnasiums ist vorbildlich. Jetzt informierte sich auch die Traunsteiner Liste über Energiekonzepte.

Die Traunsteiner Liste hielt am Dienstag Abend im Sailer Keller ihre öffentliche Mitgliederversammlung ab. Zentraler Punkt war das Referat von Franz Eichinger, Sachgebietsleiter und Energiemanagement im Landratsamt Traunstein.

Eichinger informierte über die Klima- und Energiekonferenz. des Landkreises. "Hier ist der Landkreis Traunstein schon einige wichtige Schritte gegangen." Aktionen im Bereich Klimaschutz seien neben dem Umweltgedanken auch für die regionale Wirtschaft interessant. "Die Wertschöpfung bleibt vor Ort" betonte der Energieexperte der gleichzeitig darauf hinwies, dass bei dem ausgegebenen Ziel des Landkreises, bis zum Jahr 2020 den kompletten Strombedarf aus regenerativen Energien zu decken, noch viel getan werden müsse: "Die Effizienz muss gesteigert werden." Die Klima- und Energiekonferenz in der

Franz Eichinger, der im Landratsamt als Sachgebietsleiter für das Gebäude- und Energiemanagement zuständig ist

Berufsschule I Traunstein (19. bis 22 Juli) solle bezüglich der Thematik weiter sensibilisieren. Gleichzeitig zeige der Landkreis, dass er auf dem richtigen Weg sei, was durch den Vizemeistertitel in der "Solar-Bundesliga" in diesem Jahr (hinter Schwäbisch Hall) erneut bestätigt werde.

Ausgefeilte Energietechnik im AKG

Bereits auf der Gewerbeschau Truna konnten sich Besucher im vergangenen Jahr über das Energiekonzept des Annette-Kolb-Gymnasiums informieren, das nach modernsten energietechnischen Gesichtspunkten gebaut wurde, und bereits jetzt zwei Drittel der Heizenergie regenerativ erzeugt. Schüler hätten sich mit dem Erreichten aber nicht zufrieden gegeben, sondern im Rahmen von Arbeitsgruppen weitere Optimierungsmöglichkeiten erkannt die auch umgesetzt würden. In der folgenden Diskussion ging es unter Anderem auch um die Frage ob es für eine mögliche Bürgersolaranlage auf dem Objekt noch freie Flächen gäbe, wie Stadtrat Dr. Rainer Schenk wissen wollte. Eichinger wies darauf hin, dass eine solche Anlage aufgrund der Größe nicht rentabel sei, da der Aufwand bei Privatanlagen höher sei. Ein Bau durch den Landkreis sei aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Dr. Ralph Joerger fragte ob auch über Tageslichtbeleuchtung der Räume über Lichtleitsysteme mit nachgeführten Spiegel nachgedacht worden sei, die laut Eichinger im AKG aber nicht realisiert wurden. Klaus Lindner fragte nach dem Bau einer Photovoltaikanlage für die BS I Traunstein, die laut Eichinger im Juli installiert werden soll. Mehrere Teilnehmer diskutierten das Thema einer Strom-Überkapazität in Bayern und deren Auswirkungen auf den Ausbau der regenerativen Energien und der Letungsnetze.

Schrebergärtner wandten sich an die Traunsteiner Liste

Einer der weiteren Tagesordnungspunkte war die Hochwasserproblematik im Bereich der Schrebergärten in Empfing. Wolfgang Schmidmayer, 1. Vorsitzender des Kleingartenverein Gartenfreunde e.V mit Schrebergarten, die mit ihren Häusern im Vergleich zu den weitern Vereinen am Tiefsten liegen, schilderte die Problematik beim jüngsten Hochwasser, das vor wenigen Wochen über einige Mulden von Seiten der angrenzenden Streuobstwiese gekommen sei. Seinem Wunsch nach einem anderen Grundstück für die Schrebergärten gab Schenk wenig aussichten auf Erfolg. Die Stadt verfüge über keine alternativen Grundstücke. Er gehe jedoch davon aus, dass die Senken "verschwinden würden", da das Wasserwirtschaftsamt hier wohl seine Zustimmung erteilen würde. Schmidmayer wies darauf hin, dass es für eine Mitgliedschaft in seinem Verein immer eine hohe Nachfrage geben würde, Interessierte aber dann aufgrund der Hochwassergefahr abgeschreckt seien.

awi

Rubriklistenbild: © dpa

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