Minister unterstützt Internet-Jugendschutz

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Traunstein/Landkreis - Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hat sich für eine noch stärkere Beratung von Kindern, Jugendlichen und Eltern im Hinblick auf Gefahren im Internet ausgesprochen.

Wie im Straßenverkehr gelte es auch im Internet vorsichtig zu handeln, damit sich Kinder und Jugendliche nicht Gefährdungen aussetzen, die dieses Medium neben vielfachen Chancen auch enthalte. Als Beispiel nannte der Minister den Missbrauch persönlicher Daten, die Konfrontation mit jugendgefährdenden Inhalten, Online- und Computerspielsucht sowie die vielen Formen von Cybermobbing.

Der 2012 erschienene Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung belegt hinsichtlich Computerspielsucht eine deutliche Zunahme. Bei über 15 Prozent der 14-16 Jährigen wird ein „problematischer Internetgebrauch“ bis hin zu Suchtsymptomen mit schweren psychischen Schäden festgestellt. Seit einigen Jahren gibt es in der Jugendpsychiatrie das Phänomen „online – Junkie“.

Der Minister führte aus, dass Bayern beim Jugendmedienschutz sehr viel leiste. Neben den Aktivitäten auf Landesebene wie dem „Medienführerschein“ und der „Initiative für ein sauberes Internet an bayerischen Schulen“ kommen lokalen Ansätzen bei der Information und Beratung Betroffener besondere Bedeutung zu, da diese unmittelbar und zielgenau wirken können. Als ein Beispiel mit Vorbildcharakter stellte er das Präventionsprojekt „Internet und Jugendschutz –(k)ein Problem?“ im Landkreis Traunstein vor. Hier hat sich auf Anregung des Jugendamtes und der TIME for kids Foundation ein regionaler Beratungsverbund etabliert, in dem alle Institutionen vernetzt sind, die sich mit Kinder- und Jugendschutz im Internet befassen wie z.B. der Jugend- und Präventionsbeauftragte der Polizei , die Erziehungsberatung der Caritas , der Kinderschutzbund, die Medienpädagogisch-informationstechnischen Berater, die Prävention und Suchthilfe Rosenheim (neon), das Heckscher – Klinikum.

Es ist ein gemeinsames Angebot für Kinder, Jugendliche und Eltern, um unkompliziert und sicher Fachleute zu erreichen- sowohl im Sinne der Prävention als auch in Problemsituationen. Flankiert wird die Initiative durch Informations- und Beratungsveranstaltungen wie dem Traunreuter Medientag, der heuer zum zweiten Mal durchgeführt wurde und bei den Adressaten - insbesondere Eltern, aber auch Jugendlichen und Schulen - lebhaften Zuspruch fand. Es ist vorgesehen, diese erfolgreiche lokale Initiative auf andere Kommunen und Landkreise auszuweiten.

Wahlkreisbüro Dr. Peter Ramsauer

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