Herbert-Koch-Preis für Unternehmer Pohlig

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Traunstein - Der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung hat auf der Truna Kurt Pohlig den Herbert-Koch-Preis für seinen außergewöhnlichen Einsatz für die heimische Wirtschaft verliehen.

Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten, die aufgrund ihres Engagements, ihrer Verdienste und Leistungen einen besonderen Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region geleistet und sich über die Maßen für ihre Heimat eingesetzt haben. Den Ausschlag gab die soziale Verantwortung des Unternehmers Kurt Pohlig für die Mitarbeiter und das besondere Bekenntnis zum Standort und dessen Ausbau in Traunstein. Für den Preisträger sprach auch der nationale und internationale Ausbau des Unternehmens in den vergangenen Jahrzenten.

Gegründet wurde das Unternehmen 1920 vom Chirugie-Mechanikermeister Otto Pohlig und seiner Gattin Helene. Nach den Kriegswirren und dem Neuanfang wurde die ortopädische Werkstatt im Jahr 1955 umgebaut und erweitert. In dritter Generation übernahm 1981 Kurt Pohlig gemeinsam mit seiner Frau Sieglinde das Unternehmen und baute es in den folgenden Jahrzehnten deutlich aus. Eine wichtige Weichenstellung war dabei in den 80er Jahren die Aufteilung in vier Geschäftsbereiche: Orthopädie-Technik, Reha-Technik, Sanitätshaus und exklusives Wäschegeschäft.

Eine entscheidende Erkenntnis für den künftigen Ausbau und Erfolg in der Unternehmensführung von Kurt Pohlig ist und war das Motto "ohne Spezialisierung wird es keinen Fortschritt geben". Ein beachlicher Umsatz, eine Mitarbeiterentwicklung von 25 Personen bei der Übernahme des Unternehmens auf derzeit 350 Mitarbeiter, davon 35 im Unternehmen beschäftigte Meister und 30 Auszubildende - diese Daten sprechen für sich und die Aussagekraft dieses Leitsatzes.

Truna: Herbert-Koch-Preis verliehen

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Ausbildung junger Leute ein, die mit besten Abschlussprüfungen glänzen. Kurt Pohlig ist stolz darauf, allen Auszubildenden nach der Abschlussprüfungen einen festen Arbeitsplatz anbieten zu können. Dabei ist das Unternehmen bescheiden im Auftritt und so ist es kein Wunder, dass nur wenige Traunsteiner wissen, dass Pohlig auch über Standorte in Wien, Nürnberg, München, Aschau und Heidelberg verfügt.

Eins ist Kurt Pohlig wichtig: Traunstein soll die Zentrale des Unternehmens sein. Hier werden die meisten der benötigten Teile gefertigt, die erforderlichen Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Besonders am Herzen liegt Kurt Pohlig die Kinderorthopädie. Im Jahre 1996 wurde Pohlig in Zusammenarbeit mit Kliniken und Ärzten mit dem deutschen Innovationspreis der "Medizinischen Orthopädischen Technik" für die Entwicklung der so genannten "Talus-Repositions-Ringorthese" ausgezeichnet. Mit dieser funktionellen Orthese konnte bereits mehreren tausend Kindern geholfen werden. In fast neun Jahrzehnten hat sich das Unternehmen Pohlig zu einem der bedeutendsten deutschen Spezialisten für die individuelle orthopädie- und rehatechnische Betreuung entwickelt. 

Joachim Bödeker stellte sein Buch "Porträt des Traunsteiner Hanslwirts" über Herbert Koch, dem verstorbenen langjährigen Vorsitzenden des Gewerbeverbands und Mitbegründer, der Truna auf der Gewerbeschau vor. Koch war ein Traunsteiner Urgestein und ist vielen noch wegen seiner markanten Sprüche und Schlagfertigkeit in bester Erinnerung.

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