Umweltminister übergibt Förderbescheid

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Bayerns Umweltminister Markus Söder überreicht Kanal-Fördergeld an die Oberbürgermeister Manfred Kösterke.

Traunstein - Hohen Besuch erhielt die Stadt Traunstein am Montag vom Bayerischen Umweltminister Markus Söder. Zur Förderung des Kanal-Ausbaus gabe es 890.000 Euro.

Umweltminister Markus Söder war nicht mit leeren Händen nach Traunstein gekommen, sondern überreichte Oberbürgermeister Manfred Kösterke einen Förderbescheid für den Ausbau der Abwasserentsorgung in den Stadtteilen Einham und Neuling. Der Freistaat beteiligt sich mit 890.000 Euro an den Kosten von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Sowohl Kösterke als auch Söder betonten die Bedeutung einer gut ausgebauten Abwasserentsorgung für den Gewässerschutz: „Durch hohe Investitionen schützen wir unsere wichtigste natürliche Lebensgrundlage vor Verunreinigungen“, machten die Vertreter von Stadt und Freistaat deutlich.

In Traunstein wurden seit dem Jahr 2001 über zehn Millionen Euro investiert, um das Kanalnetz zu erweitern und zu modernisieren. In Einham und Neuling erhalten 62 Haushalte einen Anschluss an die Kläranlage der Stadt Traunstein, in der täglich das Abwasser von 30.000 Menschen gereinigt wird.

Neben der Großen Kreisstadt sind auch Siegsdorf, Vachendorf, Surberg und Teile von Teisendorf an die Kläranlage angeschlossen. „Wir sind dankbar, dass wir in Sachen Gewässerschutz mit dem Freistaat Bayern einen starken Partner an unserer Seite wissen“, sagte Kösterke. An der aktuellen Maßnahme beteiligt sich der Freistaat mit 70 Prozent. Einham und Neuling sind Teil der Abwasserentsorgung Traunstein-West, zwei weitere Bauabschnitte folgen 2012 und 2013. Nach der Fertigstellung sind 96 Prozent der Haushalte in Traunstein an das Abwassernetz angeschlossen.

Bayern fördert bundesweit die meisten Abwasserprojekte

Traunstein wird im Abwasserausbau gefördert

"Bayern liegt bei der Förderung von Abwasserprojekten im Bundesvergleich an der Spitze. Bayerische Gewässer sind auch deshalb sauber, die Abwassergebühren im Vergleich zu anderen Bundesländern mit am niedrigsten", betonte Söder. Die Wasserqualität der bayerischen Flüsse und Seen habe sich in den vergangenen Jahrzehnten spürbar verbessert - dank des flächendeckenden Ausbaus der Kanalisation und des Baus leistungsfähiger Kläranlagen. Bayern hat im Vergleich zu den anderen Bundesländern die meisten Abwasseranlagen in Deutschland. In Traunstein werden für die Erschließung der Ortsteile Einham und Neuling insgesamt 3.587 Meter Kanal verlegt, ein Pumpwerk und ein Regenbecken gebaut.

Rund 2.700 kommunale Kläranlagen in Bayern reinigen im Jahr mehr als 1,5 Milliarden Kubikmeter Abwasser und sorgen so für den Schutz der Bäche, Flüsse und Seen. Der Zustand von drei Viertel der bayerischen Fließgewässer ist gut oder sogar sehr gut. Bayerische Seen haben Badegewässerqualität. Dafür haben die Kommunen in den vergangenen 60 Jahren rund 33 Milliarden in ihre Abwasserentsorgung investiert. Der Freistaat gewährte Fördermittel in Höhe von 8,5 Milliarden Euro. Derzeit sind 12 Millionen oder über 96 Prozent der Einwohner Bayerns an kommunale Kläranlagen angeschlossen. Rund drei Prozent der Einwohner reinigen ihr Abwasser in Kleinkläranlagen. Der Freistaat fördert auch den Bau von Kleinkläranlagen - seit 2003 mit 112 Millionen Euro.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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