Vorderreifen samt Achse flog plötzlich weg

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Siegsdorf - Bei vollem Tempo flog einem Ungar das Auto in seine Einzelteile auseinander. Andere Wagen fuhren über die Trümmer und wurden dadurch auch stark beschädigt.

Ein spektakulärer Verkehrsunfall ereignete sich am späten Sonntagabend auf der A8, von Salzburg in Richtung München. Zwischen den Anschlussstellen Neukirchen und Siegsdorf war einem ungarischen Auto, bei rund 150 Stundenkilometern, das linke Vorderrad samt Achse aus dem Fahrzeug gebrochen.

Der Wagen geriet dadurch von dem rechten Fahrstreifen auf den linken, streifte die Mittelleitplanke und kam erst nach mehr als 250 Metern am rechten Fahrbahnrand zum Stehen.

So schilderte der Fahrer den Unfall:

Laut Angaben des Autofahrers bemerkte er während der Fahrt ein plötzliches krachendes Geräusch, danach ließ sich der Wagen nicht mehr bremsen. Er habe dann gemerkt, dass sich nach einem weiteren Ruckeln die Achse vom Fahrzeug verabschiedete und schon steuerte der Wagen auf die Leitplanke zu. Mit der Handbremse sei es ihm aber gelungen das Auto zu stoppen.

Folgeunfälle wegen der Trümmerteile auf der Straße

Ein Mercedes SL fuhr unmittelbar nach dem der ungarische Wagen verunglückt war, mit geschätzten 200 Stundenkilometern auf das nun mitten auf seiner Fahrspur liegende Hindernis - die Vorderachse des Ungarn. Dadurch wurde die Fahrbahn auf rund 100 Metern mit Motorenöl verschmiert, weil die Ölwanne des Mercedes aufgerissen wurde.

Ein darauf folgender BMW fuhr ebenfalls noch über die Trümmerteile und wurde auch an der Ölwanne und am Getriebe schwer beschädigt.

Wie durch ein Wunder erlitt lediglich der Mercedesfahrer bei dem Horrorcrash Verletzungen und musste vom Rettungsdienst ins Klinikum Traunstein eingeliefert werden. Die Autobahnpolizei Siegsdorf hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Unter anderem prüfen sie nun, wieso sich die Achse des Ungarn verabschiedete.

Bilder von der Unfallstelle:

A8-Unfall: Reifen machte sich selbstständig!

Langer Rückstau auf der A8

Aufgrund des Unfalles musste die Autobahn einseitig in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden in Fahrtrichtung München bildete sich ein Rückstau von rund fünf Kilometern. Die Autobahnmeisterei Siegsdorf musste die starke Fahrbahnverunreinigung und die zerstörte Mittelleitplanke aufwendig instand setzen.

Der Sachschaden beläuft sich auf über 120.000 Euro. Die Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Quelle: Aktivnews

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