Unfallschwerpunkt an der B304

Polizist fordert Ampel für "Unfall-Kreuzung"

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An der Kreuzung bei St. Georgen kam es erst am 14. März wieder zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Lkw und einem Kleinwagen.
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St. Georgen -  Drei Sofortmaßnahmen sollen Abhilfe gegen die häufigen Unfälle an der Kreuzung bei St. Georgen schaffen. Doch einem Polizisten aus der Region geht das nicht weit genug:

Auch Bürgermeister Franz Parzinger weiß, dass an der gefährlichen Kreuzung bei St. Georgen endlich etwas passieren muss: "Die Kreuzung ist ein Unfallschwerpunkt, der dringendst entschärft werden muss." Aus diesem Grund hat der Stadtrat jetzt drei Sofortmaßnahmen verabschiedet, die noch im ersten Halbjahr umgesetzt werden sollen. Zum einen will die Stadt die Einfahrt auf die Kreisstraße verkürzen. "Dadurch wird die Situation übersichtlicher, weil die Verkehrsteilnehmer länger auf der Hauptspur bleiben", so der Bürgermeister. Des weiteren sollen Verkehrsschilder mit LED-Beleuchtung aufgestellt werden. "Wir diskutieren gerade noch mit der Polizei, ob die Geschwindigkeits-Begrenzung in diesem Bereich weiter bei 60 km/h bleibt. Wir bestehen aber darauf, dass die Begrenzung auf 50 km/h herabgesenkt wird." Als dritten Schritt soll an der Kreuzung ein fest installierter Blitzer aufgestellt werden (wir berichteten).

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Doch für viele Bürger gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Helmut Mörtl ist selbst Polizeibeamter und Mitglied im "Arbeitskreis Verkehr Traunreut". Seiner Ansicht nach seien nicht die überhöhten Geschwindigkeiten Schuld an den Unfällen, sondern die Vorfahrtsverletzungen an der Kreuzung. "Und daran werden auch diese Sofortmaßnahmen der Stadt nichts ändern." Es müsse entweder ein Kreisverkehr oder eine Ampelanlage her. "Aus diesem Grund haben wir für den Bau einer Ampel auch schon 4000 Unterschriften gesammelt."

Bei dem Bürgermeister rennt der Polizist mit seiner Forderung offene Türen ein. Allerdings scheiterte die Umsetzung bislang noch an dem "sehr komplizierten Verfahren", so Parzinger. "Viele Parteien, wie beispielsweise die Bahn und die Bundesstraßen-Verwaltung, müssen erst zustimmen. Es dauert daher bestimmt noch einige Jahre, bis eine Ampel an der Kreuzung aufgestellt werden kann."

Was die Idee mit dem Kreisl in Tieflage anbelangt, so hatte der Stadtrat bereits 2010 einen Beschluss gefasst, "der aber aus Kostengründen sehr schwer realisiert werden kann", berichtet der Bürgermeister. "Ich persönliche bin für einen Kreisverkehr in Normallage. Sollte dieser am Grunderwerb scheitern, bleibt nur eine Ampelanlage, die dann schnellstens realisiert werden sollte." Im Mai ist nun das Gremium wieder am Zug, um sich für eine der beiden Lösungen zu entscheiden.

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