Unplugged-Konzert in Traunstein

Startschuss für F.C. Kultur mit Django 3000

Unplugged-Konzert in Traunstein 
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Traunstein - Endlich wieder mitreißende Live-Musik, gute Laune, Tanzen und ein vergnügtes Publikum, das die gelöste Stimmung eines lauen Sommerabends zu genießen wusste: Mit ihrem Unplugged-Konzert im Fußballstadion des SBC Traunstein haben Django 3000 der Kulturszene im Chiemgau Hoffnung und neuen Schwung gegeben.

Mit ihrem Open-Air-Auftritt setzten die vier Musiker den gelungenen Startpunkt für eine Reihe weiterer Konzerte, die in den kommenden Wochen als Ersatz für die zahlreich ausgefallenen Veranstaltungen Künstler, Publikum und Vereine oder Gemeinden zusammenbringen soll. Auf der Grundlage eines erprobten Hygiene- und Organisationskonzepts sollen aktuell verwaiste Fußballplätze oder etwa Kurparks als Open-Air-Bühne mit genügend Abstandsflächen eine Bühne bieten


Startschuss mit Django 3000 in Traunstein

Unplugged-Konzert in Traunstein
Startschuss mit Django 3000 in Traunstein © Axel Effner
Unplugged-Konzert in Traunstein
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Unplugged-Konzert in Traunstein
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Startschuss mit Django 3000 in Traunstein
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Startschuss mit Django 3000 in Traunstein
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Startschuss mit Django 3000 in Traunstein
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Startschuss mit Django 3000 in Traunstein
Django3000_TS Stadion_9731(c)Axel Effner.jpg © Axel Effner

Feiern die Django 3000-Fans normalerweise ausgelassen und voll wilder Tanzfreude, so zeigten die Django Reinhardt-Epigonen in Traunstein, dass sie auch mit softerer Stimmung und unplugged sehr gut rüberkommen. Mal balladesk, mal schwungvoll-jazzig und mitreißend brachten sie die Zuschauer mit Klassikern wie „Zeit fia ois“, „Ois wos i doa mog“, „Da Wuide und da Deife“ oder „Lem vasaut“ schnell auf Betriebstemperatur. Was angesichts des blauen Himmels und entspannter 23 Grad Celsius am Abend keine große Schwierigkeit war.  


Auch wenn Corona die Abstandsregeln diktierte und die Maskenpflicht etwas auf die Stimmung gedrückt hat, wussten Django 3000 auch mit minimalistischem Bühnenaufbau und moderater Lautsprecheranlage das Feuer im Herzen der Zuhörer zu entfesseln. „Stellt euch vor, ihr seid an einem Strand im Süden Spaniens, es ist eine laue Sommernacht und wir feiern in einer Runde ums Lagerfeuer“, leitete Sänger Kamil Müller den Flamencowirbel zu „Paco“ ein. Ein Song in bester Gipsy Kings-Manier, dem die erdig-rauchige Stimme von Müller das perfekte Timbre verlieh. Klatschend und singend im Wechsel mit der Band, mit dem Fuß wippend und bald auch tanzend ergriff die pure Lebensfreude Reihe um Reihe der gut 150 Zuschauer auf den Sitzbänken und Decken.

 „Es ist eine tolle Idee, Picknickdecken auf dem Fußballrasen auszubreiten, so dass man die Musiker ganz aus der Nähe erleben kann“, erzählte Sarah Grafetstetter aus Traunreut. Sie war mit ihren beiden Schwestern und einer Freundin gekommen. „Wir haben uns total gefreut, dass wir hier endlich mal wieder Festivalstimmung genießen können.“ Das Sicherheitskonzept und der Ablauf waren aus ihrer Sicht „absolut perfekt geregelt“, entsprechend konnte „auch unsere Stimmung nicht besser sein“. 

Aus Amerang angereist war Annalena Bichler mit ihrem Freund. „Wir sind eher Metal- und Hardrock-Fans, aber der Open-Air-Auftritt von Django 3000 hat uns in dieser Zeit spärlicher Konzerte neugierig gemacht und wir finden es hier toll“, sagte die junge Frau. 

Nach der Pause legten Florian „da Geiga“ Starflinger zusammen mit Drummer Jan-Philipp Wiesmann, Bassist Korbinian Kugler und Sänger Kamil Müller noch eins drauf. Bei „Heidi“ gab es unter den Fans kein Halten mehr. Auch Waltraud Berger aus Traunstein mit ihren drei Freundinnen – darunter eine echte Heidi – gingen voll mit und meinten, „so ein mitreißendes Konzert könnte es ruhig öfter geben“.

Natürlich durften auch ein paar temporeiche Stücke aus dem im letzten Jahr erschienenen neuen Studioalbum „Django 4000“ nicht fehlen. Auf ihm schlägt die Band aus dem Chiemgau durchaus auch erwachsenere, kritischere Töne an, wie das Stück „Heimat“ belegt. Ebenso eingängig im typischen Django-Sound riss „Gold Digger“ und „Meine Asche“ die Zuhörer mit. Florian Starflinger, der das neue Konzertformat mit erprobten Sicherheitsregeln entwickelt hat, freute sich riesig, dass die Band wieder live vor Publikum spielen konnte: „Corona hat uns vor ein paar Monaten mitten aus unserer großen Deutschlandtournee herausgerissen. Zum Glück können wir jetzt wieder vor Publikum auftreten.“

Im Rahmen der vom F.C. (Förder Club) Kultur entwickelten Veranstaltungen treten nach dem Auftakt mit Django 3000 am Montag, 3. August die „HausBänd“ im Kurpark in Grassau und am Sonntag, 9. August das „Edeltrio“ im Kurpark in Reit im Winkl auf. Am 14. August folgt Silke Aichhorn in St. Georgen, am 15. August Sara Brandhuber in Traunreut. Weitere Termine sollen folgen. Nähere Infos zu Tickets und dem Veranstaltungskonzept gibt es unter www.fckultur.de. Mitunterstützer sind das Landratsamt Traunstein, der Chiemgau Tourismus und die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg.

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