"Uns schickt der Himmel"

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Der "Stoppi" ist - in ganz verschiedenen Versionen - das Logo der Aktion "72 Stunden" der katholischen Jugendverbände Deutschlands.

Traunstein - In drei Tagen die Welt - wenigstens ein Stückchen weit - besser machen: Darum geht es bei dem Jugendprojekt "72 Stunden - Uns schickt der Himmel" im Juni.

Ähnlich wie vor einigen Jahren bei der bayernweiten Aktion "Drei Tage Zeit für Helden" können sich Jugendgruppen für ein Vorhaben anmelden, das sie in drei Tagen auf die Beine stellen wollen und das einem sozialen Zweck zugute kommt. Träger dieser deutschlandweiten Aktion, die vom 13. bis 16. Juni stattfindet und an der nach den Schätzungen 100000 junge Leute mitmachen werden, sind die katholischen Jugendverbände wie KLJB, Pfadfinder, Kolping, DJK, KJG unter ihrem Dachverband BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend). Somit sei "72 Stunden" die "bundesweit größte Sozialaktion", wie es jüngst in der Kreisversammlung des BDKJ in Traunstein hieß.

Dort wurde die Aktion, deren Schirmherr im Landkreis Traunstein Kreisdekan Hans Huber aus Seeon ist, vorgestellt. BDKJ-Kreisvorsitzender Alexander Klug gab ein paar Ideen vor: eine Wand neu gestalten, Räume herrichten, ein Klettergerüst an einem Spielplatz bauen, einen Walderlebnispfad einrichten. Der Fantasie, so meinte er, seien keine Grenzen gesetzt. Andere Vorschläge, wie sie auf einem Flyer des BDKJ vermerkt sind, wären: Einen Audioguide der Gemeinde mit für Kinder und Jugendliche interessanten Orten produzieren, verwahrloste Plätze verschönern, ein internationales Kochbuch zusammen mit ausländischen Mitbürgern erstellen, das Einkaufsverhalten der Menschen in seiner Gemeinde kritisch durchleuchten und Verbesserungsvorschläge erstellen oder an einer Schule einen Raum der Begegnung schaffen.

Zudem, so ergänzte Klug, bringe eine solche Aktion den jeweiligen Gruppen "öffentliche Aufmerksamkeit, macht die Welt besser und bereitet zudem jede Menge Spaß". Außerdem könne man sich dazu mit anderen Organisationen vernetzen. Die Aktion solle eine Herausforderung sein, etwas ganz Neues, solle Bezug zur Umgebung haben, neue Erfahrungen ermöglichen und nicht zuletzt innerhalb von drei Tagen, von 72 Stunden also, abgeschlossen sein. Interessierte Jugendliche können sich ab sofort im Internet dazu anmelden beziehungsweise sich dort weitere Infos holen: www.72stunden.de beziehungsweise auf Landkreisebene unter der Mail: 72std.traunstein@gmail.de, ebenso über www.facebook.com/72stunden2013 oder twitter.com/72stundenaktion.

Mitmachen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von neun bis 27 Jahren (mindestens einer davon über 18 Jahre alt), idealerweise als Gruppe von acht oder mehr Personen. Zwar ist diese Aktion von den katholischen Jugendverbänden ins Leben gerufen und organisiert, aber mitmachen kann jede beliebige Gruppe, die Lust auf eine solche Sozialaktion hat. Wenn jemand mitmachen möchte, aber keine Idee hat - kein Problem: Dann kann man sich ebenfalls anmelden und bekommt dann mit Startschuss der Aktion ein Projekt als Überraschung gestellt. Anmelden sollte man sich möglichst bald, das konkrete Projekt muss aber erst bis Mitte März mitgeteilt werden.

Die Materialkosten werden nicht von den Jugendverbänden übernommen, diese müssen entweder von den Nutznießern der Aktion bezahlt oder über Sponsoren finanziert werden. Allerdings gibt es ein kostenloses T-Shirt für jeden Teilnehmer. Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von der Deutschen Bischofskonferenz, von Misereor, vom Kinder-Missionswerk "Die Sternsinger" und vom BDKJ.

edh/Chiemgau-Zeitung

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