Gemeinderat Vachendorf bezieht Stellung

Mehr Lkw-Verkehr durch neue Kiesgrube befürchtet

Vachendorf - Nachdem der Kiesabbau in der bisherigen Kiesgrube westlich von Wimpasing zu Ende geht, soll an der Staatsstraße 2105 („Hochstraße“) zwischen der Gärtnerei Häusler und Schweinbach in der Nähe von Stocka östlich der alten eine neue Kiesgrube entstehen.

Da diese auf dem Siegsdorfer Gemeindegebiet liegt, wurde die Gemeinde Vachendorf als betroffene Nachbargemeinde um eine Stellungnahme gebeten. Bürgermeister Rainer Schroll führte in der Gemeinderatssitzung dazu aus, dass dass es sich um die fünfte Kiesgrube in diesem Bereich handele und die Zufahrt der Lkw über die Hochstraße erfolge, sodass die Gemeinde Vachendorf wenig berührt werde. Geschäftsleiter Andreas Schultes ergänzte dazu, dass bis 2038 zwischen 7 und 19 Uhr rund 740.000 Kubikmeter Kies abgebaut werden sollen. Die Abbautiefe betrage etwa 25 Meter. Stündlich würden vier Lkw bis 7,5 Tonnen und vier Lkw über 7,5 Tonnen fahren. 


Marlies Kruse bezweifelte, ob die Gemeinde so wenig tangiert sei. Dies komme darauf an, wohin der Kies gefahren werde. Ob der Kies über Stocka nach Chieming gefahren werde, wisse man nicht, gab der Bürgermeister zu. „Den Lkw-Verkehr ganz aussperren werden wir nie können“, so Schroll. Auch Zweiter Bürgermeister Herbert Bischof sah das skeptisch und erklärte: „Das werden wir nicht regeln können.“ Der Bürgermeister meinte jedoch, der Bedarf an Kies sei mehr im südlichen Landkreis, weshalb die Wahrscheinlichkeit gegeben sei, dass der Lkw-Verkehr in diese Richtung fließe. 

In seiner Stellungnahme nahm der Gemeinderat auf, dass das Befahren der alten Kiesstraße verboten sei und die Gemeinde über die Abbaureihenfolge informiert werde. Ferner befasste sich das Gremium mit den Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport in Wimpasing. Bürgermeister Schroll erklärte dazu, dem Gemeinderat habe diesbezüglich bereits eine Bauvoranfrage vorgelegen. Seinerzeit habe der Gemeinderat der Bauvoranfrage unter der Voraussetzung zugestimmt, dass wegen der Abstandsflächen ein Grundstückstausch und die Sicherung der Zufahrt über ein Privatgrundstück erfolge. Der Grundstückstau sei nun vorgenommen und auch die Zufahrt notariell gesichert worden, sagte er. Das Haus passe jetzt in das Grundstück hinein. 


Wegen die geringen Breite der Zufahrt befürchtete Josef Huber allerdings Probleme beim Winterdienst und stellte die Frage: „Wohin mit dem ganzen Schnee?“ Der Bürgermeister sagte, der Bauherr habe für die Lagerung des Schnees selbst zu sorgen. Dem Bauantrag stimmten die Gemeinderäte deshalb nur unter der Maßgabe zu, dass eine Ablagerung von Schnee auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht zulässig sei. 

Bjr

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