Bericht im Gemeinderat

Schulbegleitung in Vachendorf - ein gelungenes Projekt

Vachendorf - Das neue Projekt der Schulbegleitung an der Vachendorfer Grundschule hat sich bewährt. Durch die zusätzliche Fachkraft wird die oftmals benötigte Einzelförderung der Schüler möglich gemacht. 

Über die Arbeit der Schulbegleitung in der Grundschule Vachendorf berichteten Schulleiterin Irmgard Asenkerschbaumer und Assistenzkraft Christel Schwarz in der Sitzung des Gemeinderats Vachendorf. Asenkerschbaumer sprach dabei von einem gelungenen Projekt. 

Schwarz ist sechs Stunden in der Woche bei der Gemeinde angestellt. Die Schulleiterin machte deutlich, dass in den Eingangsklassen vermehrtKinder mit vielfältigen Defiziten seien. So sei bereits in der Kindertagesstätte ein Drittel Integrationskinder mit vermehrtem Betreuungsschlüssel. 

Der Lehrplan erfordere von den Schülern zunehmend Fähigkeiten, die über das reine Lernen hinausgingen, sodass eine individuelle Förderung bei schwachen Schülern durch die Lehrkräfte nicht möglich sei.

Durch die große Fach- und Methodenkompetenz der Schulbegleiterin (Assistenzkraft) Schwarz sei nun eine Einzelbetreuung und Unterstützung vor allem in den unteren Klassen möglich. Schwarz erklärte, sie könne flexibel eingesetzt werden. Es gebe Arbeitsblätter, bei denen Kinder einsteigen könnten und ihnen der Bearbeiten der Aufgaben Spaß mache. Sie seien einfach besser drauf. Dabei werde die Klasse geteilt, denn die Differenzierung sei ein Muss. 

Bei Kindern, die extra einen „Schub“ bräuchten, sei der Druck einfach weg. Mancher werde sich denken, wozu man dies brauche, meinte Asenkerschbaumer, aber in der heutigen Zeit habe sich sehr viel geändert, wie zum Beispiel Ruhelosigkeit, Stress im Elternhaus oder komplexe Anforderungen im späteren Beruf

Dadurch bestehe die Gefahr, dass man in der Grundschule Kinder verliere oder die guten Schüler auf der Strecke blieben. Sie drückte die Hoffnung aus, dass die Schulbegleitung auch im kommenden Schuljahr die Unterstützung des Gemeinderats finde. 

Bürgermeister Rainer Schroll bedauerte, dass sich der Staat heraus halte. Der Gemeinde sei jedoch wichtig, dass die Kinder die bestmögliche Förderung erhielten. Einstimmig kam das Gremium der Bitte von Gemeinderat Hubert Gutsjahr nach, ihn aus persönlichen Gründen von seinem Gemeinderatsmandat zu entbinden.

Zugleich beschlossen die Gemeinderäte, dass Markus Bierl sein Listennachfolger wird. Beschlossen wurde auch die Änderung des Bebauungsplans „Spielwang“. Dort soll ein Einfamilienhaus mit Garage im Genehmigungsfreistellungsverfahren errichtet werden. Ein zweites Grundstück habe man herausgenommen, weil noch Klärungsbedarf bestehe. 

Der Bebauungsplan sei im Februar ausgelegt und die Behörden beteiligt worden, sagte Geschäftsleiter Andreas Schultes. Die Informationen der beteiligten Behörden habe die Gemeinde zur Kenntnis genommen und in den Bebauungsplan eingearbeitet., so Schultes. Ferner befasste sich der Gemeinderat mit der Anfrage der Deutschen Telekom, den noch einzigen öffentlichen Fernsprecher in der Gemeinde abbauen zu dürfen, weil die Technik veraltet und ein Umbau unwirtschaftlich sei. 

Bürgermeister Schroll meinte, ohne Not sollte man dem nicht zustimmen. Auch Marlies Kruse sagte, grundsätzlich würde sie nicht zustimmen. Der Geschäftsleiter sagte, die Verwaltung empfehle ebenfalls, die Zustimmung zu verweigern, weil die Gemeinde sonst nie wieder einen Fernsprecher her bekomme. Der Bürgermeister informierte die Gemeinderäte darüber, dass der Winterdienst im Gemeindegebiet in drei Kategorien priorisiert worden sei. Zuerst komme die Kategorie eins dran und wenn dann noch Luft sei, die beiden anderen. Für die Mitarbeiter des Winterdienstes gebe es eine entsprechende Dienstanweisung. Diskutiert wurde, die Gemeindestraße von Nunhausen nach Mühlbach auf zwölf Tonnen zu beschränken. Josef Huber hegte jedoch große Zweifel, ob sich die Lkw-Fahrer daran hielten. Kruse meinte, man sollte es zumindest probieren. 

bjr

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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