Vachendorfer Schwimmbad macht Anfang Juli auf – Sicherheits- und Hygienekonzept steht

Erfreuliche Nachricht für alle „Wasserratten“

Vachendorf – Wenn es nach dem Willen des Gemeinderats geht, soll das Vachendorfer Schwimmbad für alle großen und kleinen „Wasserraten“ Anfang Juli in Betrieb gehen. Der entsprechende Beschluss des Gemeinderats enthielt mit Blick auf die Coronakrise allerdings die Einschränkung, dass Bürgermeister Raine Schroll das Recht hat, das Schwimmbad jederzeit wieder zuzusperren, wenn der Betrieb nicht funktioniert.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, das Wasser sei schon fast eingelassen und müsse noch mit den entsprechenden Chemikalien behandelt werden. Das Sicherheitskonzept stehe und könne umgesetzt werden. Die Coronasituation erfordere viele Auflagen, so Schroll. Schließlich sich jedoch jeder Schwimmbadbesucher selbst verantwortlich, die Hygieneregeln einzuhalten.


Marlies Kruse setzte sich vehement für die Eröffnung des Schwimmbads ein. „Wir können und sollten es probieren“, meinte sie, denn gerade für Kinder sei es wichtig, dass sie in dieser Situation schwimmen gehen könnten. Außerdem sei es eine Chance für alle, sich an die Gesamtsituation zu gewöhnen. Ihren Vorschlag, Kreise zu machen oder Bänder aufzuhängen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden, lehnte Agnes Göhle mit dem Hinweis auf die Eigenverantwortung eines jeden Schwimmbadbesuchers ab. Geschäftsleiter Andreas Schultes sagte dazu, das Vachendorfer Schwimmbad sei ein öffentlicher Badeplatz, in den die Gemeinde nicht so sehr eingreifen dürfe.

Einstimmig vertagt wurde der Beschluss über den Antrag auf Übernahme des Defizits für das Jahr 2018/2019 und für den Zeitraum von September bis Dezember 2019 der Kindertagesstätte Maria Himmelfahrt durch die Katholische Kirchenstiftung Vachendorf. Laut Bürgermeister Schroll beträgt der Fehlbetrag für das Kindergartenjahr 2018/2019 rund 26 600 Euro und für den Zeitraum von September bis Dezember 2019 87.800 Euro. Letzterer war angefallen, weil die Abrechnung vom Kindergartenjahr auf das Kalenderjahr umgestellt wurde. Von den Fehlbeträgen muss die Gemeinde 85 Prozent übernehmen.


Weil für ein ganzes Kindergartenjahr 26.600 Euro und dann für nur ein Dritteljahr 87 800 Euro angefallen waren, zweifelte Josef Huber die Zahlen mit den Worten an: „Mir fehlt die Glaubwürdigkeit.“ Für den Bürgermeister waren die Zahlen „schlüssig“. Er verwies auf das Weihnachtsgeld für das Personal und vierteljährlich fällige Abschläge. Im laufenden Jahr 2020, für das lediglich rund 12 300 Euro geplant seien, würde sich der Fehlbetrag wieder ausgleichen. Der Gemeinderat solle es sich von einem Vertreter der Kirchenstiftung vorrechnen lassen, schlug Kruse vor. Deshalb wurde der Tagesordnungspunkt vertagt. 

Bjr

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