Die Zeit des Abrisses ist vorbei

Mit dem Vachendorfer Haus der Dorfgemeinschaft geht es aufwärts

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Mit dem Umbau des ehemaligen Zischekhauses zum Haus der Dorfgemeinschaft geht es voran. Nachdem das Haus seit April entkernt wurde, beginnt in dieser Woche mit der Betonierung der Bodenplatte der Aufbau.

Vachendorf - Mit dem Bau des Hauses der Dorfgemeinschaft an der Hauptstraße geht es jetzt aufwärts. Nachdem das ehemalige Zischekhaus bis auf die Außenmauern entkernt und diese unterfangen wurden, damit aus dem Boden keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann, wurde in dieser Woche damit begonnen, die Bodenplatte zu betonieren.

Ebenso wurden die Stürze für die Holzfenster bereits gemauert. Die Fassade soll nach Auskunft von Architekt Thomas Bachmayer wieder so hergestellt werden, wie sie auf einer Abbildung von 1905 zu sehen sei. Der Umbau werde genutzt, um spätere „Bausünden“ wieder zu beseitigen, so Bachmayer in einem Pressegespräch. 

Nach dem Umbau soll das Haus der Dorfgemeinschaft wieder so aussehen wie das Zischekhaus 1905.

Oft werde die Frage gestellt, warum die Gemeinde das alte Zischekhaus nicht „über den Haufen geschoben“ und neu gebaut habe, sagte Bürgermeister Rainer Schroll. Er nannte dafür zwei Gründe: zum einen hätte die Gemeinde bei einem Neubau baurechtlich nicht mehr so hoch bauen dürfen. Bei einem Umbau bestehe dagegen Bestandsschutz, sodass für den im oberen Geschoss geplanten Saal Platz für eine vernünftige Höhe sei. Zum anderen hätte die Gemeinde keinen Zuschuss aus der Städtebauförderung bekommen, weil diese keinen Neubau, sondern nur den Erhalt von Gebäuden fördere. Bei dem Zischekhaus als „ortsprägendes Gebäude“ sei dies der Fall, so Schroll. 

Halbseitige Sperrung der Hauptstraße dauert noch an

Der Zuschuss betrage 60 Prozent der förderfähigen Bausumme von 1,35 Millionen Euro, also 804 000 Euro. Die Bausumme insgesamt betrage 1,44 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde liege damit bei 636 000 Euro. Der Mehraufwand gegenüber einem Neubau betrage zehn Prozent der Förderkosten, betonte der Bürgermeister. 

Zwei bis drei Monate werde die Hauptstraße wegen der Baustelle noch halbseitig gesperrt bleiben. Auf eine Ampelregelung hat die Gemeinde wegen der kurz davor bestehenden Fußgängerampel verzichtet. Zwei Ampeln auf so engem Raum hätte man nicht abstimmen können. Es gehe so besser als erwartet, meinte Schroll. Wegen der halbseitigen Sperrung werde das Dach draufgesetzt und der hintere Anbau fertiggestellt, sagte der Architekt. Der Innenausbau soll dann bis Weihnachten durchgeführt werden. Die Außenanlagen sollen im Frühjahr fertig werden. 

Das wird gebaut:

Im Erdgeschoss des Hauses der Dorfgemeinschaft entstehen sechs Räume für die Ortsvereine, zwei Mehrzweckräume für Versammlungen und Veranstaltungen sowie ein Raum für heimatkundliche Ausstellungen des Ortsheimatpflegers. Im Obergeschoss ist ein Saal mit einem offenen Dachstuhl und einer Bühne vorgesehen, in dem 200 Leute Platz haben werden. Die Nutzfläche wird 200 Quadratmeter betragen. 

Mit dem Umbau des ehemaligen Zischekhauses zum Haus der Dorfgemeinschaft geht es voran. 

Der 100 Quadratmeter große Anbau wird die Küche, Toiletten, ein Treppenhaus und einen Raum für verschiedene Aktivitäten beinhalten. Ein Lift sorgt für einen behindertengerechten Zugang. Alle Räume werden barrierefrei zugängig sein. Insgesamt hat das Haus der Dorfgemeinschaft 580 Quadratmeter Nutzfläche. Der Ausbau erfolgt nach dem neusten Stand der Technik. Die Fassade erhält einen Vollwärmeschutz. Geheizt wird mit Erdgas. Der umbaute Raum umfasse 2800 Kubikmeter, sagte Bachmayer. 

Bjr

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