Als Dank an den Wirt: Post-Rock

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Vachendorf - 500 Jahre gibt's das Wirtshaus in Vachendorf schon - aber ohne Wirt. Glücklich über den neuen Wirt veranstaltete der CSU-Ortsverband den "Post-Rock":

„Leider nicht so gut besucht, wie erhofft, aber trotzdem eine riesen Sache“, meint Walter Ponath und kündigt an: „Post-Rock“ wird es 2013 wieder geben. Damit gibt der CSU Ortsvorsitzende der Forderung vieler Besucher nach.

Weniger als 100 Musik-Begeisterte kamen in den Saal des Gasthauses zur Post. Die Wirtschaft war erst am 01. April durch die Familie Grafetstetter wieder eröffnet worden. Die Vachendorfer sind darüber mehr als froh. Lange sah es so aus, als würde sich kein neuer Wirt finden. Auf dem Haus sind mehr als 500 Jahre Geschichte, wie man in der Vachendorfer Chronik nachlesen kann. 1911 ist das ursprüngliche Haus abgebrannt und 1912 nach Neubau mit dem Namen „Gasthaus zur Post“ benannt worden. 100 Jahre steht das Wirtshaus in der heutigen Form beinah als Wahrzeichen von Bergen her kommend am Ortseingang. Mit der Hausnummer 1 eröffnet das Anwesen die Hauptstraße.

Ein Dorf ohne Wirt ist wie ein Dorf ohne Kirche sagte Pater Augustin am 05. November 2010 bei einer Bürgerversammlung in Vachendorf. Dem kann man nur zustimmen ist die Meinung des Ortsverbands.

Um der Freude über den Wirt Ausdruck zu verleihen, kam der Vachendorfer CSU im April die Idee die Veranstaltung „Post-Rock“ zu organisieren. Die Idee wurde innerhalb kürzester Zeit umgesetzt und auch vom 1. Bürgermeister Rainer Schroll genehmigt. Als alte Hasen buchte der Ortsverband die Gruppe „Munich Take 4“ nach Vachendorf. Nachdem der 14. Juli als Termin gefunden wurde, begann die Suche nach einer Vorgruppe. Zusammen mit der Bayernwelle SüdOst stieß man auf die Gruppe „Revels“ aus Bergen. Zusammen mit Chiemgau24 wurden Eintirttskarten verlost. Mit Plakaten, über Facebook und einer Anzeige im Gemeindeblatt wurde Werbung gemacht. Dann hieß es „abwarten“.

Am Samstag, um 19.00 Uhr war es dann so weit. Der Saal war hergerichtet, die Instrumente waren aufgebaut, der Soundchek war erfolgreich beendet und langsam kamen auch die ersten Gäste.

Um 19.30 Uhr begannen die „Revels“ aus Bergen. Mit Liedern wie „Ich lebe“ von Christina Stürmer oder „Somebody bring me some Water“ von Melissa Etheridge heizte Sängerin Melli den Konzertbesuchern so richtig ein. Die Leute waren begeistert von dieser unglaublichen Stimme.

Die Revels bauten eine tolle Stimmung auf und bei der zweiten Zugabe „Halleluja“ gingen die Feuerzeuge an.

Nach einer kurzen Umbaupause ging das Konzert dann mit Munich Take 4 weiter. Eric Clapton, die Rolling Stones, Santana, Jethro Tull, aber auch BAP, Wolfgang Ambros, Marius Müller Westernhagen, Werner Beinhart und viele andere ließen den Postsaal beben.

Es tat der Stimmung keinen Abbruch, dass der Saal nicht einmal zur Hälfte voll war. Im Gegenteil ging so richtig die Post ab. Die Konzertbesucher nutzten die Tanzfläche eifrig und einige waren am nächsten Tag sicherlich nicht nur von Heiserkeit, sondern vielleicht auch von einem Muskelkater betroffen.

„Wir wollten den Überschuss aus den Einnahmen des Konzerts an stille Ehrenämter spenden, aber daraus wird nun nichts. Wirklich schade, dass offenbar so viele verhindert waren.“ Ponath ist aber davon überzeugt, dass sich die Qualität der beiden Musikgruppen rumsprechen wird. Beim Post-Rock 2013 wird der Saal dann voll werden. Da sind sich Ponath und die Wirtin Petra Grafetstetter sicher.

Pressemitteilung CSU Ortsverband Vachendorf

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