Schorsch Baur dankt nach 40 Jahren ab

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Bei der Rittnachlese des Georgivereins wurde Pferdeorganisator Schorsch Baur vom Vorsitzenden Albert Schmied (links) und dessen Stellvertreter Martin Schweiger (rechts) verabschiedet.

Traunstein - Vierzig Jahre lang war Schorsch Baur für die Organisation der Pferde beim Georgiritt zuständig. Aus gesundheitlichen Gründen musste er jetzt sein Amt niederlegen.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Chiemgau-Zeitung:

Schorsch Baur dankt nach 40 Jahren ab

Bei der traditionellen Rittnachlese des Traunsteiner St. Georgs-Vereins im "Brauereiausschank Schnitzlbaumer" wurde Schorsch Baur offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Baur war über 40 Jahre lang für die Organisation der Pferde verantwortlich, die der Verein jedes Jahr für die historische und die geistliche Gruppe beim Traunsteiner Georgiritt benötigt. Im November hatte er dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben.

"Der Baur-Schorsch hat viel für den Verein bewegt und ist nur schwer zu ersetzen", stellte der Vorsitzende Albert Schmied junior fest. Für ihn sei nach dem Ritt stets vor dem Ritt gewesen. Bereits 14 Tage nach dem Georgiritt habe er die Rosse für den nächsten beieinander gehabt.

Mit dem Verlauf des Ritts am Ostermontag zeigte sich der Vorsitzende zufrieden, auch wenn weniger Zuschauer wegen der schlechten Wettervorhersage gekommen waren (wir berichteten). Während des Zugs gab es nur einen Zwischenfall, als das Pferd eines römischen Soldaten am Ettendorfer Kircherl durchging und der Reiter abgeworfen wurde. Aber es sei ihm nichts passiert und er konnte gleich wieder aufsteigen. Nicht zufrieden war er mit dem Einsatz der Polizei: Auf der Ettendorfer Straße war plötzlich ein Pkw mitten im Zug und auf dem Stadtplatz kam ihnen ein Taxi entgegen.

Das "Café St. Georg" im Rathaus erwirtschaftete 1720 Euro, die der Vereinsarbeit zugute kommen, berichtete Gretl Pröbstl. 52 selbst gebackene Kuchen wurden verkauft. Außerdem stifteten die Bäckereien Deisenseer, Kotter und Schiller Kuchen und Gebäck. Das "Parkhotel Traunsteiner Hof" lieferte Zucker und Milch zum Kaffee. Rund 650 Tassen Kaffee schenkten die "Kaffeehausmadln" an die Gäste aus. "Wir möchten künftig jüngere Leute in unserem Kreis haben", betrieb Pröbstl Nachwuchswerbung für das Café.

"Es war wieder ein schöner Festtag", stellte Oberbürgermeister Manfred Kösterke fest. Ein großes Lob sprach er der Stadtgärtnerei aus, die auf dem Stadtplatz kurzfristig die Verunreinigung durch die Kissenschlacht ("Pillowfightday") und den Vandalismus (wir berichteten) beseitigt hatte. "Wir haben allen Grund Dank zu sagen", betonte Kösterke. Er sprach den Wunsch aus, dass der Ritt 2011 wieder in so guter Gemeinschaft vonstatten gehen werde: "Ihr habt für die Stadt Traunstein wieder unheimlich viel getan."

bjr/Chiemgau-Zeitung

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