Verbandstagung der Straßenmeister

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Seeon - Keine Privatisierung des Straßenbetriebsdienstes in Bayern. So das wesentliche Ergebnis der diesjährigen Verbandstagung der bayerischen Straßenmeister am 16. Juli im Kloster Seeon.

Der Straßenbetriebsdienst in Bayern, ist als einziger in der Bundesrepublik Deutschland in staatlicher Verwaltung. Dass dies auch so bleiben wird, wurde bei der Straßenmeisterverbandstagung im Kloster Seeon durch die politischen Vertreter bekanntgegeben. Der Straßenmeisterverband in Bayern e.V. zeigte sich erfreut über diese politische Entscheidung. Dies zeigt, dass der Freistaat Bayern, einen für den Verkehrsteilnehmer und Bürger, richtigen Schritt in die Zukunft geht. Rund 2.500 km Bundesautobahnen, knapp 6.500 km Bundesstraßen, sowie ca. 13.600 km Staatsstraßen werden von 200 staatlichen Straßenmeistern in 68 Straßenmeistereien und 34 Autobahnmeistereien verantwortlich betreut. Dazu kommen noch 12 Landkreise in Bayern, die mit staatlich ausgebildeten Straßenmeistern ihren Betriebsdienst organisieren. Markus Götz, 1.Vorsitzender des Verbandes der Straßenmeister in Bayern, begrüßte zu Beginn der Veranstaltung Gäste aus der Obersten Baubehörde, Leitende Baudirektorin Angela Rossmann, mit Herrn Oberamtsrat Heinrich Fraunholz, den stellv.Landrat des Landkreises Traunstein Sepp Konhäuser, den 1.Bürgermeister der Gemeinde Seeon, Konrad Glück. Ebenfalls anwesend der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Herr Paul Lichtenwald und der Leiter des StBA Traunstein, Herr Leitender Baudirektor Seebald König. Als Ehrengast konnte Herr Dr.Andreas Scheuer, MdB, und Mitglied im Verkehrsausschuss bei der Versammlung begrüßt werden. Als Gäste von befreundeten Verbänden wurden die Vertreter der Straßenmeister aus Niederösterreich, und Baden-Württemberg, der Vertreter der Flussmeister in Bayern, sowie der 1.Vorsitzende des Bund technischer Beamten begrüßt.

Verbandstagung der Straßenmeister

Markus Götz verwies in seinen Einführungsworten darauf, dass in den letzten Jahren ein Wandel in den Strukturen des Straßenbetriebsdienstes aufgrund politischer Vorgaben erfolgte. So wurden durch Komprimierungen von Straßenmeistereibereichen, die so genannten Modelle SM 21 und AM 21 umgesetzt. Sinn und Zweck dieser Komprimierung ist es die Ressourcen in den Einzelmeistereien besser zu nutzen, und Personal und Geräte zweckgerichtet einzusetzen. Dies hatte aber auch zur Folge, dass zurückliegend Personal und Fahrzeuge abgebaut, und nicht mehr ersetzt wurden. Diese Umsetzung erfolgte aber auch aus den Gründen heraus einer möglichen Privatisierung des bayerischen Straßenbetriebsdienstes entgegenzuwirken. Umso erfreulicher sei es nun, dass die Landespolitik sich dazu entschlossen hat, keine Privatisierung weiter zu verfolgen. Der Vorsitzende der Straßenmeister gab in seinen Worten zu verstehen, dass die Straßenmeister in Bayern mit ihren Mitarbeitern immer dafür Sorge getragen haben, dass das zur Verfügung stehende Straßennetz für den Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit befahrbar und nutzbar war. Das wird auch in Zukunft so sein, und so sagte er, die Straßenmeister wollen verantwortlich mitwirken, dass diese Voraussetzungen auch in Zukunft so sein werden, bzw. verbessert werden können. Er gab jedoch zu verstehen, dass ein Straßenbetriebsdienst auf hohem Niveau, Personal Bedarf und Geld und Zeit koste. Dies sind Voraussetzungen die ein Straßenmeister nicht schaffen kann, wohl aber die verantwortlichen Politiker in den zuständigen Ministerien.

Die Straßen sind regelmäßig den Anforderungen der Verkehrssicherungspflicht in einem Zustand zu halten die eine Benutzung ohne Gefährdung mit sich zieht. Diese Verantwortung tragen die jeweiligen Straßenmeister für ihre Streckenbereiche allein. Deshalb ist es wichtig, dass in Zukunft die Straßen- und Autobahnmeistereien weiterhin mit ausreichend ausgebildetem Fachpersonal und mit hoch technisierten Geräten ausgestattet sind. Eine Forderung die der Zukunft des Straßenbetriebsdienstes dient, und damit sicherstellt, dass unsere Straßen für den Bürger auch weiterhin uneingeschränkt und zu jeder Zeit benutzbar sind. In den einzelnen Vorträgen, durch die geladenen Gäste, wurde die Wichtigkeit eines gut organisierten Betriebsdienstes deutlich herausgestellt und damit verbunden auch die Gewissheit, dass die Straßenmeister in Bayern mit ihren Mitarbeitern 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr ihre Aufgabe gewissenhaft erfüllen.

MdB, Dr. Andreas Scheuer führte in seinem Vortrag nochmals deutlich zu Tage, dass die politische Entscheidung in Bayern dahingehend gefallen ist, dass der Betriebsdienst in Bayern weiterhin in staatlicher Aufgabe bleibt, denn es zeige sich ganz deutlich, dass das Geld hierfür gut angelegt ist, und mit den Verantwortlichen Straßenmeistern ein kompetentes, leistungsfähiges und schlagkräftiges Team zur Verfügung steht, diese Aufgaben auch in Zukunft bestens zu bewerkstelligen. Im weiteren Verlauf der Tagung wurde Herrn Martin Dick, der 18 Jahre als Vorsitzender des Verbandes der Straßenmeister wirkte, und als Vertreter der Landesleitung im Bund der technischen Beamten über Jahre hinweg mitwirkte, durch den 1.Vorsitzenden des Bund technischer Beamten Herrn Maximilian Feichtner, die Ehrennadel in Gold des BtB überreicht.

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