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Verstärkung fürs Kriseninterventionsteam

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Über personelle Verstärkung für das Kriseninterventionsteam (KIT) Traunstein der Malteser freut sich Max Rauecker (links), Kreisbeauftragter der Malteser. Neue Teammitglieder sind (von links) Gudrun Lechner, Brigitte Gaugler, Hans Lechner, Elisabeth Winkels, Klaus Höltl, Christine Neudecker und Silvia Haider. Zur bestandenen Abschlussprüfung gratulierte Tobias Spörlein (re.), Leiter des Kriseninterventionsteams der Malteser. (Foto: Volk)

Landkreis - Das Kriseninterventionsteam (KIT) der Malteser freut sich über Verstärkung: Sieben ehrenamtliche Helfer haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und traten ihren Dienst an.

Max Rauecker, Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes und Tobias Spörlein, Leiter des Kriseninterventionsteams der Malteser begrüßten die neuen Teammitglieder Brigitte Gaugler, Silvia Haider, Gudrun Lechner, Christine Neudecker, Elisabeth Winkels, Klaus Höltl und Hans Lechner. Rauecker würdigte die neuen Krisenhelfer für ihre Bereitschaft einen anspruchsvollen und nicht immer einfachen Dienst leisten zu wollen. Dies sei umso bemerkenswerter weil Ausbildung wie Einsatz ehrenamtlich erfolgen. Zudem wünschte der Kreisbeauftragte, dass die Helferinnen und Helfer persönlich erfahren und zurückbekommen, welchen wertvollen Dienst sie für Betroffene leisten.  

Die Ausbildung der Krisenhelfer umfasst 120 Stunden Unterricht. Themen des Lehrgangs sind Grundlagen der Psychotraumatologie, Trauerreaktionen, Sterben, Tod und Trauer, Suizidalität, Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung sowie Ablauf und Grenzen der psychosozialen Betreuung. Eine zentrale Unterrichtsmethode ist das Rollenspiel in verschiedensten Einsatzszenarien. Trotz der anspruchsvollen Ausbildung hat keiner der sieben Anwärter, die den Fachlehrgang im Frühjahr begonnen haben „das Handtuch geworfen“, sondern alle haben die Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden.  Das Kriseninterventionsteam leistet Unterstützung und Beistand für Angehörige, Hinterbliebene oder Zeugen nach extrem belastenden Ereignissen und Situationen. Die „Ersthelfer für die Seele“ begleiten Betroffene in den ersten Stunden nach einem plötzlichen Tod eines Angehörigen, durch Unfall, akute tödliche Erkrankung oder Suizid. Zudem unterstützen die Krisenhelfer die Polizei bei der Angehörigenverständigung und Überbringung von Todesnachrichten und betreuen Augenzeugen oder Unfallbeteiligte.

Der Dienst wird von ausschließlich ehrenamtlich tätigen Krisenhelfern geleistet und ist für die Betroffenen stets kostenfrei. Die Krisenintervention im Rettungsdienst für den Landkreis Traunstein ist rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Zu jeder Tages- und Nachtzeit steht ein qualifiziertes Team aus zwei Helfern bereit, um in akuten Situationen Beistand zu leisten. Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS). Das KIT kann von Einsatzkräften aus den Bereichen Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei angefordert werden. Gegründet wurde das Kriseninterventionsteam (KIT) Traunstein vor elf Jahren vom Malteser Hilfsdienst. Seit 2003 wird der Dienst der psychologischen Ersten Hilfe in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz geleistet. Das KIT Traunstein hat in diesem Jahr bereits 72 Einsätze zur Betreuung akut traumatisierter Menschen geleistet. Dabei konnten die KIT-Helfer für mehr als 300 Menschen in ihren schwersten Stunden da sein und Beistand leisten.

pv

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